Allgemeine Beschreibung

 NSG Stellmoor-Ahrensburg-Tunneltal. Dünne grüne Umrandung: Stellmoor-Ahrensburger Teil, dicke Umrandung: Hamburger Teil

Eigentlich will es der Brauch, dass man das Objekt eines Artikels mehr oder weniger lang oder breit schildert und erklärt. Hm, das haben schon Andere sehr gut erledigt. Ich kann es mir einfach machen; da die geneigte Leserschaft diesen Essay in einem Browser liest, sind eine Reihe von passenden Artikeln zum Beispiel auf Wikipedia nur einen Klick entfernt (siehe eine Liste von Beschreibungen in der Anlage 1).

Und man findet überall im Tunneltal Schautafeln:

Deshalb ganz kurz: Ein Tunneltal ist durch abfliessendes Wasser unter dem Eis während einer Eiszeit entstanden.

“Beispiele im nördlichen Schleswig-Holstein u. a.: die Schlei, die Täler der Kielstau, Bondenau, Boholzer Au, im südlichen Jütland z. B. das Tal der Kruså und das langgestreckte Tal von Haderslev”: Strand-und-Steine, Tunneltal.

Jede der in Nordeuropa vielleicht sechs oder sieben Eiszeiten hat ihre Tunneltäler hinterlassen, so dass hunderte bekannt sind: als normale Täler, verschüttet, gefüllt mit Süß- und Salzwasser, ganz unter der Meeresoberfläche und so weiter. Sie sind zwischen einem und fünfzig Kilometer lang sowie zwischen wenigen Metern und fünhundert Meter tief. Das Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal fügt sich da gut ein.

"Unser" Tal ist ein Endmoränengebiet der Weichseleiszeit, das vor rund 12.000 Jahren entstanden ist. Es zeigt jetzt einen Wechsel von Kuppen und Senken nebst einigen Hangbereichen. Die Hohlformen sind zum Teil mit Geröll, Sand, Schluff, Sedimenten der ehemaligen Seen und so weiter gefüllt.

In der Norddeutschen Tiefebene fallen Erhebungen besonders auf - vielleicht ein Grund für die Überhöhung des Gebiets in manchen Beschreibungen.

Auf das Gebiet wirkte jahrtausendelang (!) die jeweils übliche Land- und Forstwirtschaft ein (wenn auch in der ganz lange Zeit nur extensiven Ausformung). Dazu kommt eine rege Bautätigkeit, wie der Bau der 1865 eröffneten Lübeck-Büchener Eisenbahn, Auf- und Abbau von Burgen, Straßen, Stromleitungen, Begradigungen und Renaturierungen von Wasserläufen, Aufschüttungen und Vertiefungen des Geländes, Anlage von Entwässerungsgräben und -leitungen, Kies- und Torfgewinnung nebst nachfolgender Renaturierung und so weiter.

Will sagen, es ist alte Kulturlandschaft - das Gebiet wurde in vielfältiger Weise genutzt und überformt.

Man muss Diverses ausblenden und über (spezielle) Kenntnisse verfügen, um zum Beispiel bestimmte Details der Endmoränenlandschaft noch zu erkennen.

Szenisch setzt sich das NSG zusammen aus einer mitteleuropäischen Weide- und Agrarlandschaft, einem Mischwald und einem ausgetorften kleinen Moor. Der Bestand an Pflanzen, Tieren, kleinen und großen Biotopen entspricht diesen Landschaftsformen.

Es befindet sich aber nicht in einem stabilen Gleichgewicht - das "Naturinventar" ist in Teilen (stark?) gefährdet. Dazu später mehr (siehe Abschnitt Gedanken zum NSG) ...

Links zu genaueren Beschreibungen, den Verordnungen zum Einsetzen der Naturschutzgebiete, den Pflege- und Entwicklungsplänen und den betreuenden Institutionen sind in Anlage 1 zu finden.

 Nur ein Bild für den Übergang ...