Tunneltal

Einige Bilder aus dem Naturschutzgebiet Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal

28.03.2018, letzte Änderung 11.10.2018

Bitte etwas Geduld beim Laden, es sind viele (und große) Bilder …


Gebrauchsanweisung

Das Folgende lässt sich am besten auf einem großen Bildschirm anschauen (nicht zu dunkel oder zu kontrastreich eingestellt). Wenn der Schirm schmaler ist als 760 Pixel (zum Beispiel beim Handy), werden Kommentare und Randnoten eingeklappt. Sie können durch Anklicken des ⊕-Zeichens (eingekreistes Plus) oder der (hochgestellten) Verweisnummern angezeigt werden. Zoomen geht für die Bilder natürlich immer.

Wenn es geht, sollte in den Browser-Einstellungen erlaubt sein, dass Webseiten ihre eigenen Schriftarten verwenden können (sonst werden die im Browser voreingestellten verwendet und das kann das Schriftbild ziemlich stören).

Unter den Bildern befinden sich oft (wenn es denn Sinn macht) zwei Zahlen, zum Beispiel 53.642607, 10.219908. Die Koordinaten reichen ungefähr von 53.66, 10.24 = Kuhlenmoorweg bis 53.61, 10.16 = Straße Höltigbaum. Man hat leider ab und zu - besonders bei alten Geräten - eine Missweisung der GPS-Signale; deshalb die Ungenauigkeit.Das sind die (ungefähren) Koordinaten in geografischer Breite und Länge des Aufnahmeorts. Den kann man zum Beispiel in Google-Maps finden (Wenn Google als Standardsuchmaschine eingestellt ist: Zahlen markieren -> rechte Maustaste -> Google-Suche mit …, ansonsten: “copy and paste” in die “Suchleiste” des Browsers und suchen). Also nochmals - es wird der Aufnahmeort genannt, nicht der Inhalt des Bildes – bei einem starken Teleobjektiv können das deutliche Unterschiede sein ….

Um sich besser zurechtzufinden (die Straßennamen sagen einem ja nicht in jedem Fall etwas), habe ich das Tunneltal (informell) in einzelne thematische Regionen unterteilt, beginnend am östlichsten Zipfel in Ahrensburg bis hin zur Vordersten Wiese in Hamburg-Meiendorf/-Rahlstedt im Westen. Dies wird jeweils durch einen Stern HB_STT1_sw_3_1.png auf einer stilisierten Karte des Tunneltals als Randnotiz am Beginn des Abschnitts angezeigt. Hier als Beispiel der östliche Zipfel des Tunneltals.

Die Testleser dieses Werks haben zum Lesen und Bilderbegucken mindestens eine Stunde gebraucht. Das ist eigentlich zu lange für das Durchlesen “in einem Rutsch”. Ich habe deshalb vier Abschnitte gebildet, die so ungefähr die gleiche Menge Bilder und Text enthalten.

Ich empfehle Pausen …

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Einleitung

Ich gehe gerne spazieren. Am liebsten in einer naturnahen Umgebung, mit begehbaren Wegen. Ein, zwei Stündchen soll es schon dauern. Wie es sich trifft, beginnt auf der anderen Straßenseite ein Teil des Ahrensburger Tunneltals, eines hiesigen Naturschutzgebiets (NSG). Mit den damit zusammenhängenden NSG Stellmoorer Tunneltal und NSG Höltigbaum auf hamburgischem Gebiet sind es rund 11 Quadratkilometer, die abzugehen wären. Bei diesen Gängen habe ich praktisch immer eine Kamera (siehe Anlage 2) dabei und fotografiere.

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Im Laufe der Zeit sind so eine Menge Bilder zusammengekommen, die ich zum Teil schon auf meiner Website muella7 gezeigt habe. Es fehlt aber an einer, sagen wir, geschlosseneren Darstellung. Zum Thema “NSG Stellmoor–Ahrensburger Tunneltal” gibt es natürlich viele Fotos (und andere Materialien) im Internet. Die Bilder sind zum Beispiel mit Googles Bildersuche zu finden. Da sind sehr schöne Bilder bei - ohne Zweifel. Aber manches fehlt, beziehungsweise man hätte es noch besser herausarbeiten können. Allerdings - wat dem ehnen sin Uhl is, is dem andern sin Nachtigall … Darauf will ich hinaus: Dies soll ein Fotoessay sein, also ein Artikel über die NSG, in dem die Bilder dominieren. Sie sind begleitet von inhaltlichen und (foto)technischen Erläuterungen oder Kommentaren. Falls Sie, meine verehrte Leserschaft, auch den Text interessant oder informativ finden, ist das ein Zugewinn. Ich will eben nicht nur die Schönheiten des Tunneltals abbilden, sondern auch auf Probleme hinweisen.

Naturgemäß :-) dominieren bei mir Bilder aus der näheren Umgebung. Das hat auch mit der Kenntnis lokaler Gegebenheiten zu tun (ich kenne, sagen wir, die großen Probleme der Bewohner des Glindkamps nicht so recht). Ich muss auch gestehen, dass ich zum Beispiel nur zwei-, dreimal auf der Vordersten Wiese - an der Straße Höltigbaum - gestanden habe.

Noch etwas zur Urheberschaft: das Copyright für die Aufnahmen liegt bei mir. Meine Aufnahmen sind übrigens während eines längeren Zeitraums entstanden: Die Ältesten, die hier zu sehen sind, stammen aus dem vorigen Jahrhundert :-) , also noch aus Filmzeiten. Das sind dann gescannte Dias. Die Letzten wurden Anfang 2018 aufgenommen.Falls jemand die Bilder für nicht kommerzielle Zwecke verwenden möchte, kann er das gerne tun (ich bitte dabei um Nennung meines Namens und Copyrights und um einen Beleg). Falls anderes geplant sein sollte, bin ich über die E-Mail-Adresse meiner Website muella7 zu erreichen, um Näheres zu diskutieren. Und noch eines: Ich habe nicht alle abgebildeten Personen oder die Objekteigentümer um eine Fotografiererlaubnis fragen können. Falls Bedenken gegen diese Veröffentlichung bestehen, bitte ich um Nachricht, damit ich das betreffende Bild entferne. Ich bin mir bei manchen Karten ebenfalls nicht ganz sicher, wo das Copyright liegt; auch hier bitte ich um Nachricht, falls gegebenenfalls Ansprüche geltend gemacht werden. Im Übrigen habe ich mich bemüht, Material aus öffentlich zugänglichen Quellen, wie zum Beispiel Wikipedia, zu verwenden.

Um auf diesen Fotoessay zurückzukommen: Thematisch habe ich zwischen einem RegionalbezugWer eine Darstellung sucht, die eher thematisch gegliedert ist, gucke hier: STT.pdf. Das ist dann ein pdf-File, in dem die Bilder stark komprimiert sind (also zum Beispiel vom Ursprung des Tunneltals in Ahrensburg bis zu seinem Ende in Hamburg-Rahlstedt) und speziellen Themen unterschieden, die mehr meinen fotografischen Schwerpunkten entsprechen, wie zum Beispiel den Biotoptypen der NSG, Details von Pflanzen, der Nutzung, dem Inventar und so weiter. Ich habe auch einige Objekte aufgenommen, die eigentlich nicht zu den NSG gehören, wie durchquerende Straßen, die Bahnlinien oder die Müllberge auf hamburgischem Gebiet. Sie bestimmen ja auch Aspekte des NSG. Oder aber Dinge, die man so gehäuft nicht in einer Ausarbeitung über ein Naturschutzgebiet erwartet, wie zum Beispiel Oberflächenwasser-Rückhaltebecken und Betonröhrenunterführungen; die aber etwas über die Wasserführung und -versorgung aussagen.

Das alles sind häufig ganz gewöhnliche Objekte - alle sind aber visuell interessant - versteht sich. Darauf kam es mir an: Es sollten interessante Bilder sein. Ich lege insofern keinen großen Wert auf exakte Dokumentation. Fotos sind schon wegen ihrer technischen Herleitung mehr oder weniger stark bearbeitet; dazu kommen Ausschnittwahl und Perspektive, die Tages- und Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Lichtstimmungen, das Wetter und so weiter. Eine objektive Darstellung ist da nur schwer möglich. Wikipedia Immerhin können diese Faktoren aber genutzt werden, die Bilder ansprechender und interessanter zu gestalten.

Es sollte auch ein eBook In einem eBook-Reader zum Beispiel mit eInk-Bildschirm kommen Farbbilder nicht besonders gut zur Wirkung. werden, bei dem ich die Aufmachung selbst bestimmen konnte und das von einer Website zu lesen ist. Am besten sind dafür zur Zeit HTML- oder PDF-Files geeignet. In dieser HTML-Version habe ich nicht mit der Anzahl und Auflösung/Größe der Bilder “gegeizt” (wer keine gute Internetversorgung hat, sollte deshalb auf das oben genannte PDF-File ausweichen). In seinem Stil ist das eBook angelehnt an Vorschläge von Edward Tufte; Randnoten, Kommentare, Verweise, Bilder, Grafiken und so weiter werden gerne verwendet.Siehe als Beispiel „Beautiful Evidence" Die (technische) Herangehensweise ist in Anlage 2 beschrieben.

Ein paar zusammenfassende und abschließende Gedanken zum Stellmoorer Tunneltal sind unter “Einige Gedanken zu den NSG” zu finden.

Viel Spaß beim Beschauen und Lesen wünscht

der Meister persönlich …

Beschreibungen und Formales

NSG Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltal. Dünne Umrandung: Ahrensburg, dicke Umrandung: Hamburg

Eigentlich will es der gute Brauch, dass man das Objekt eines Artikels mehr oder weniger lang oder breit schildert und erklärt. Hm, das haben schon andere Leute sehr gut erledigt. Ich kann es mir einfach machen; da der geneigte Leser diesen Essay in einem Browser liest, sind eine Reihe von passenden Artikeln zum Beispiel auf Wikipedia nur einen Klick entfernt (siehe Anlage 1).

Und man findet überall im Tunneltal Schautafeln:


Deshalb ganz kurz: Das Tunneltal ist ein Endmoränengebiet der Weichseleiszeit, das vor rund 12.000 Jahren entstanden ist. Es zeigt einen häufigen Wechsel von Kuppen In der Norddeutschen Tiefebene fällt so etwas besonders auf :-)und Senken und ausgeprägte Hangbereiche. Die Hohlformen sind zum Teil mit “spätglazialen und limnisch-telmatischen” Ablagerungen gefüllt (will sagen Geröll, Sand, Schluff, Sedimente der ehemaligen Seen und so weiter). Man vergesse auch nicht den Einfluss der jahrtausendelang (!) einwirkenden Land- und ForstwirtschaftNatürlich in der ganz lange Zeit nur extensiven Ausformung., sowie der Bautätigkeit (Eisenbahnlinien, wie die Trasse der 1865 eröffneten Lübeck-Büchener Eisenbahn, Auf- und Abbau von Burgen, Straßen, Stromleitungen, Begradigungen und Renaturierungen von Wasserläufen, Aufschüttungen und Vertiefungen des Geländes, Anlage von Entwässerungsgräben und -leitungen, Kies- und Torfgewinnung und so weiter) in dem Gebiet.

Will sagen, es ist alte Kulturlandschaft - das Gebiet wurde in vielfältiger Weise genutzt und überformt. Man muss Diverses ausblenden und über (spezielle) Kenntnisse verfügen, um zum Beispiel den Reiz der Endmoränenlandschaft noch zu erkennen. Meiner Meinung nach überwiegt inzwischen die Anmutung einer Weide- und Parklandschaft, die in Teilen (stark?) gefährdet ist. Dazu später mehr …

Nun soll man auch nicht vergessen, dass es sehr viele Tunneltäler gibt.“Beispiele im nördlichen Schleswig-Holstein u. a.: die Schlei, die Täler der Kielstau, Bondenau, Boholzer Au, im südlichen Jütland z. B. das Tal der Kruså und das langgestreckte Tal von Haderslev”: Strand-und-Steine, Tunneltal Jede Eiszeit - in Nordeuropa vielleicht 6 oder 7 - hat ihre Tunneltäler hinterlassen, so dass hunderte bekannt sind: als “normale” Täler, verschüttet, gefüllt mit Süß-und Salzwasser, ganz unter der Meeresoberfläche und so weiter. Sie sind zwischen einem und 50 km lang sowie zwischen wenigen Metern und 500 m tief. “Unser” Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltal fügt sich da gut ein.

Die Links zu genaueren Beschreibungen, den Verordnungen zum Einsetzen der Naturschutzgebiete, den Pflege- und Entwicklungsplänen und den betreuenden Institutionen sind in Anlage 1 zu finden.


Nur ein Bild für den Übergang …

Vom Anfang bis zum Ende

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Abschnitt 1

Im Osten

Ahrensfelder Weg

Ich beginne in einer östlichen Ecke des Tunneltals und werde mich im Text nach Westen in Richtung Rahlstedt bewegen. Dabei folge ich der Fließrichtung des Wassers unter dem Gletscher vor 12.000 Jahren. Der Ursprung des Tunneltals lag also weit unter dem Eis, sein Ende bei Rahlstedt im dortigen Gletschertor. “Unnatürlich” ist, dass der Hopfenbach Er ist eines der drei “großen” Fließgewässer des Tals (die anderen sind Stellmoorer Quellfluss und die Wandse). Für weitere Infos über den Hopfenbach beziehungsweise die Ammersbek kann man hier das PDF einer einschlägigen Untersuchung herunterladen: Die Ammersbek, Institut für Hygiene und Umwelt, Hamburg.heutzutage in die entgegengesetzte Richtung fließt … spätestens, seit er umgelegt wurde, um einen Wasserschloß-Graben zu füllen. Eine Zeitlang war das Tunneltal auch von einem See gefüllt, ob die Entleerung von Menschenhand erfolgte? Jedenfalls bildet die kleine erhöhte Querrippe im Tunneltal, über die jetzt die Straße Brauner Hirsch führt, die Wasserscheide.

Also der Hopfenbach: Hier verlässt er das NSG. Er untertunnelt durch diese Betonröhre den Bahndamm der U-Bahnlinie 1 und fließt dann weiter entlang des “Aalfangs”, um in die Ahrensburger Aue und irgendwann die Ammersbek zu münden.



53.660887, 10.244034 Ahrensfelder Weg.

Er kam vorher unter dem Ahrensfelder Weg heran. Dieses Bild zeigt ihn auf der anderen Straßenseite. Ziemlich große Wasserfläche im Verhältnis zur Wassermenge vor der Betonröhre, nicht wahr?

53.660919, 10.243565 Ahrensfelder Weg.

Ich hatte es am Anfang schon erwähnt - die Bilder in diesem Essay sind über einen längeren Zeitraum (vom vorigen Jahrhundert bis 2018) aufgenommen; diese beiden hier in 2017 und 2004. Das eine im Herbst, das andere im Winter mit jeweils anderer Kamera und anderem Objektiv. Die Wassermenge wirkt im Winterbild größer - vielleicht war es damals so. Vielleicht täuscht das Winterbild aber durch das verwendete Weitwinkel nur eine große Bachbreite vor. Die beiden Bilder zeigen aber einen Bach an fast der gleichen Stelle.

Ich diskutiere das hier nochmal am Objekt, um klarzumachen, dass es keine “wahren” Fotos gibt. Sie hängen von Kamera, Objektiv, Stand- und Zeitpunkt, Technik vor und nach der Aufnahme, ästhetischen Vorstellungen des Fotografen und so weiter ab. Natürlich kann man eine Art technischer Fotografie betreiben (immer die gleiche Kamera mit einem einzigen Objektiv, vom Stativ in immer gleicher Höhe aufgenommen, möglichst in schwarz-weiß, um die unterschiedlichen Farben auszuschalten) - das würde dem Thema aber nicht Eigentlich zu steil … Ob dieses Relief nicht durch Kiesabbau entstanden ist - sagen wir für die U-Bahn - ist für den Laien schwer zu sagen.gerecht und ziemlich bald langweilig werden …

Wieder zurück über den Ahrensfelder Weg erstreckt sich das NSG am U-Bahn-Damm noch etwas weiter nach Osten. Die Talform hier ist noch etwas enger und steiler, als im Rest des Tunneltals.

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Wenig los hier - es ist eine abgeschiedene Ecke zwischen U-Bahn und Ostring. Einige Details:


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Starweg

Wieder den Ahrensfelder Weg überquerend, folgt man in Richtung Süden einem Weg durch einen hügeligen Teil des Tunneltals entlang des Starwegs.

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Etwas weiter im Wald erstreckt sich eine weitere Reihe von alten Buchen und Eichen.


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Von diesen alten Bäumen stehen dort viele; sie neigen bei Sturm zum Umfallen …

Die Grundstücke liegen wirklich sehr nahe am Wald beziehungsweise an der Abbruchkante, wie das folgende Bild zeigt.

Man beachte das Gartentor:

Keine Koordinaten? Datenschutz - OK?

Biegt man durch den Wald kurz nach rechts ab, liegt dort ein größerer Teich. Auffällig der Bewuchs mit der kleinen Wasserlinse/Entenflott, ein Zeichen für den hohen Nährstoffgehalt des Wassers.


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Die Flaschenpost wird für ihren Weg lange Zeit brauchen, weil sie sich in der Entenflottmasse (entstanden nach langer Trockenheit) nur schwer bewegen kann.

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Zwischen Starweg und Waldrand hat man ein Regenrückhaltebecken gebaut.

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Über einen Graben fließt das Wasser aus dem Becken in den Hopfenbach.

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In den Graben wird auch ein Abschnitt der Hagener Allee entwässert.

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Der Bach wird halt aus vielen Quellen gespeist. Hier an seiner Unterquerung der Hagener Allee:

Links oben fließt er nach Osten, rechts oben kommt er von Westen, das untere Bild zeigt eine weitere Einleitung von der Straße.

hobach153.659934, 10.236031


Schön grün, hm?

Wir werden dem Hopfenbach auf unserem Weg nach Westen wieder begegnen …

Kuhlenmoorweg

Eh ich vergesse zu erwähnen: Der Kuhlenmoorweg trägt seinen Namen zu recht. Diese Kuhle (entstanden durch Torfabbau) liegt an dem Wegstück zwischen der U-Bahnstation Ost und der Hagener Allee.

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Hier quert der Weg die Hagener Allee (ja, ich springe ein wenig). Oben Richtung Westen, unten nach Osten:

kuhlenmoorweg1.jpg53.661919, 10.236605


Der Kuhlenmoorweg wird eine Zeit lang von der U-Bahn begleitet:


Pumpwerk Kuhlenmoorweg

Für die “Ahrensburger Aue”, in die der Hopfenbach mündet, ist der stärkste Einleiter übrigens Ahrensburgs kommunales Klärwerk, wo “an trockenen Tagen … der Bach fast ausschließlich aus geklärten Abwässern besteht”. Die Ammersbek, Institut für Hygiene und Umwelt, Hamburg.Auch die “Abwasseranlage Pumpwerk Kuhlenmoorweg” leitet in den Hopfenbach ein (das Gelände der Abwasseranlage selbst gehört nicht zum NSG). Eingeleitet wird nur Oberflächenwasser (Regen und so), auch wenn nach Starkregenfällen der Geruch von Abwasser über der Anlage liegt. Hier kreuzen sich die Schmutzwasserrohre aus dem Süden - deren Inhalt weiter gepumpt wird - und die des Oberflächenwassers aus dem Stadtgebiet zwischen U-Bahn und Bundesbahn …


53.662022, 10.234868 Pumpstation

Das nächste Bild zeigt den Zulauf aus dem Stadtgebiet. Der schwarze “Balken” quer im Bild ist eine Ölsperre an der Wasseroberfläche.

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Ein zur Abwasseranlage gehörender Absetzteich ist stark mit Entenflott besetzt - das ist zumindest hier nicht erstaunlich..

Dann der Ablauf ins Tunneltal.


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Im Aussehen (Auflösung, Farbe usw.) kein großer Unterschied zu den aktuellen Bildern, vielleicht etwas weicher? Das liegt an der hier gezeigten Größe und daran, dass fürs Internet alle Bilder komprimiert sind (Stichwort .jpg), damit die Ladezeiten im Browser im Rahmen bleiben. Das nivelliert ziemlich die Bildqualität … Im Original (Stichwort .tif) fehlt diesen alten Bildern aber eine Menge der heutige möglichen Auflösung. Die beiden folgenden Bilder gehören zu den ältesten Stücken meiner Digitalaufnahmen. Sie sind mit einer Nikon D100 in 2003 entstanden.

Nun, was fällt am Bildinhalt auf? Trotz der umgestürzten Bäume fehlt das ganze heutige Brennnessel- und Unterholzgestrüpp. Damals hatte man anscheinend noch Geld und Zeit zum Mähen (und hoffentlich war es nur das - und nicht die Gießkanne mit - sagen wir - Roundup). Dem Gedanken eines NSG entspricht das heutige Aussehen sicher eher …






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Ahrensburger Teichwiesen

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Vormals führten in dieses Gebiet einige Wege. Die sind inzwischen aufgehoben - das Kerngebiet der Teichwiesen ist insofern vom “Besucherandrang” abgeschirmt. Was aus Sicht des Naturschutzes eine gute Sache ist.

Ein Übersichtsbild soll aber sein - die Fa. Google liefert ganz ansprechende Luftbilder (einige Bedienungselemente wurden entfernt) … Man sieht das innere Gebiet der Teichwiesen mit einigen Wiesenflächen, Waldstücken und Teichen. Der Hopfenbach ist zu erkennen, links das Moorgebiet mit dem Wandersteg und am rechten Rand mittig der eben besprochene Vorfluter der Abwasseranlage. Rechts außen die Hagener Allee.


Hagener Allee

Die Hagener Allee selbst gehört nicht zum NSG, wohl aber die Wiesen auf beiden Seiten.
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Unten im Tal quert der Hopfenbach die Strasse. Aber zunächst auf der östlichen Seite das Gelände des Schäferhundvereins.

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Daran anschließend die Wiese auf dieser Seite (durch das verwendete Weitwinkel wirkt sie ein wenig klein):

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Das folgende Bild ist nur wegen des spielenden Hundes im vorigen Foto eingefügt. Auch dieser Hund ist nicht angeleint - immerhin hält er sich nahe an der, ähem, Halterin. Bilder solcher Situationen wären im Dutzend möglich … Immerhin ist es farbenfroh, um doch etwas Positives zu sagen.

Aber weiter im Text: diese Wiese liegt auf der westlichen Seite.

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Biegt man am Waldrand nach Westen von der Hagener Allee ab, befindet man sich wieder auf dem Weg, der am südlichen Rand des Tunneltals entlangführt. Diesen Weg gibt es vermutlich schon lange Zeit; weiter im Westen vor Hamburg sind Teilstücke zum Beispiel Ahrensfelder Weg / Hagenweg.Eine ausgebaute Straße zwischen Hamburg und Lübeck existiert ja erst seit 1843. Lange Zeit war auch Kloster Reinfeld für die Hiesigen ein wichtiger Ort. Die jetzigen Straßen- / Autobahnführungen entsprechen eher unseren heutigen Möglichkeiten.

Nun, man betritt wieder das (reich beschilderte) Naturschutzgebiet:

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Der wird natürlich bald beseitigt und aufgearbeitet.
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Links liegen die Grundstücke des Waldgut Hagens. Wie am Starweg wachsen hier noch viele alte Bäume. In den letzten Jahren gab es auch hier viel Windbruch (zwei Stämme auf dem Schuppen).



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Allein aus Wegesicherungsgründen wird man hier Bäume entfernen müssen. Das Wiederaufforsten wird sich auf dem schmalem Geländestück zwischen den Grenzen der privaten Grundstücke und der Wiese des NSG schwierig gestalten. Vielleicht mit Einzel-Drahtumzäunung; sonst würden die Rehe alles wegknabbern.

Also - wir biegen von der Hagener Allee rechts in den Wald ab.

Auf der rechten Seite erstrecken sich Wiesen (man beachte die sich ähnelnden Formen der Wolkenformation und der Bäume).

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Im Weidengebüsch stehen abgestorbene Bäume. Wie es sich trifft, habe ich dort ähnliche Aufnahmen im Abstand von rund 10 Jahren gemacht:

Vermutlich durch die ständigen Gewehr-Rückstösse aus der Senkrechten gebracht …Drawing

Das obere Bild stammt aus 2008, das untere aus 2017. Nagut, das Weidengebüsch ist in der Zeit gewachsen. Dahinter liegt ein größerer Teich (man erinnere sich: “Ahrensburger Teichwiesen”), der jetzt nur noch bei Trockenheit zugänglich wäre.







Ein Jagdsitz ist am Rand der Wiese platziert.


Möglicherweise aufgrund der Klagen wegen der wachsenden Wildschweinpopulation wurde ein weiterer am Rand der Wiese aufgestellt.


Auf der Wiese sammeln sich im Frühjahr eine Menge Gänse, andere Vögel und Rehe.

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Sumpf, Erlen

Weiter den Weg entlang in Richtung Burg beginnt rechts ein Sumpfstück mit Bruchwald aus Moorbirken und Schwarzerlen.

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Hier stand der Forsteinrichter sinnend.Ein Forsteinrichter hat unter anderem die Aufgabe, das Inventar eines Forsts festzustellen und abzuschätzen, was über die Jahre an Holz zu gewinnen sei (Wikipedia).

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“Kann wirtschaftlich nicht genutzt werden, Fällen und Holztransport nur bei Frost und dann ergibts nur Brennholz; gehört aber auch zum Kerngebiet des Naturschutzgebiets”. Siehe auch einen Artikel aus dem Hagener Boten: Forsteinrichter.

Moor

Kurz vor den Resten der Arensvelder Burg (ich komme drauf zurück), führt der Weg auf dem schon angesprochenen Moorkuhlenweg quer durchs Moor. Die besondere Attraktion ist der Moorwanderweg - eine Holzplanken-, Halbschwimm-, Aufliegekonstruktion. Zuerst einige Bilder aus dem Moorgebiet:

Moose gibt es naturgemäß reichlich. Im Gegenlicht leuchtet das Moos gelbgrün.

Wenn der Wasserstand im Moor sinkt, bleiben die mit der Strömung treibenden Schilfblätter an Ästen hängen:

Im nächsten Bild kleinere Sumpfpflanzen (die geneigte Leserschaft wird sie sicher selbst bestimmen können):

Man sieht sie fast nicht:

Halb- und ganz versunkene Baumstämme bestimmen das Bild:

Auch dort gefunden.




Moorwanderwegbrücke

Das war ein rund 30 Jahre alter Bohlenweg, der 320 Meter durch das Moor führte. Die Google-Maps-Karte zeigt den etwas idealisierten Pfad - der reale Weg ist die schwarze Linie daneben. Beginn des Stegs jeweils bei den eingezeichneten roten Balken:

Das war in 2018 eine reine Holzkonstruktion,Einem Ondit zufolge wurde “Der Steg in den 50er Jahren im Rahmen eines deutsch/französischen Freundschaftsprogramms durch eine Jugendgruppe errichtet” - vielleicht ein Vorläufer? Der jetzige Steg wurde im Rahmen eines QBS-Projektes gefertigt. früher hatte er etliche PVC-Schwimmkörper unter sich, die vollliefen, sich entfernten, entfernt wurden - wer weiß? Ein Teil der ehemals schwimmenden Teile des Stegs wurde deshalb auf den Moorboden gesetzt; das Wasser (der Hopfenbach, da ist er wieder …) floß unterdurch oder - bei Hochwasser - über den Steg. Besonders die Endpunkte waren gern ein wenig überflutet. Der Steg hatte teilweise seine eigene Vertiefung im Moor geschaffen, vielleicht durch die Schaukelbewegung, die durch die Nutzer erzeugt wird. Oder einfach, weil er da war – Strömungshemnis oder –verstärkung, wer weiß?

Nach Meinung der Bauverwaltung und Teilen der Politik Ahrensburgs war es “unstrittig, dass die Moorwanderwegbrücke dringend erneuert werden muss – Spektakulär kann ich das Ahrensburger Tunneltal beim besten Willen nicht nennen, aber wenn man zum Loben gedungen wurde, sein eigenes Marketing glaubt und noch nicht allzuweit gereist ist …und als Unikat in einer spektakulären Landschaft als Ahrensburger Besonderheit auch erhalten werden soll”. Die Holzkonstruktion sei “so marode, dass sie trotz wiederholter Ausbesserungsarbeiten des Bauhofs nur noch eingeschränkt benutzbar” sei.

Tja, nach letztem Stand ist eine Konstruktion aus 58 Eichenholz-Brückensegmenten mit Polyurethan-gefüllten Kunststoff-Schwimmkörpern geplant. Kosten? Na ja, knapp eine Million Euro, aber man weiß, was von Bauplanungskosten der öffentlichen Hand zu halten ist. Man hatte auch mal eine auf Pfeilern tief gegründete Konstruktion angedacht (irgendwo habe ich noch Fotos von den Probebohrungen) … in einem Naturschutzgebiet …

Ahrensburg (meine Heimatstadt) hat irgendwie ein Händchen für Bauten, die einen ganz besonderen Touch haben (oder nix werden). Beispiele? Toilette am Rathausplatz, dieser Moorwanderweg, Basaltpflasterungen, Umfahrungen der Stadt. In diesem Zusammenhang: Man hört soviel von der Klimaänderung und dass es heißer wird. In 2018 hatten wir zum Beispiel eine extreme Dürre. Hat mal jemand der Ahrensburger Planer und Bauherren überlegt, wie Kunstoffschwimmer auf dem Trockenen wirken? Die Anmutung eines schwimmerbasierten Wanderwegs in einem Naturschutzgebiet?

Übrigens: ähnliche Bauten? Zum Beispiel ein 500 Meter langer Uferwanderweg in Hemmelsdorf (siehe Hemmelsdorfer See).

Naja, der Abriss des alten Stegs hat begonnen …

Also, folgend einige Bilder der alten Moorwanderbrücke (das ist jetzt Historie).

Dies ist die Wirkung eines Teleobjektivs: Das rafft alles zusammen.

MCMLXXIX (1979) im oberen, linken Teilbild ist das Baujahr oder das Jahr einer besonderen Überholung? Einzelne Geländerteile waren mit Ketten verbunden - dass nur nichts wegschwimmt …

Dieses Bild stammt schon aus der Abrißphase. Man vergleiche mit dem vorigen, rechts oben …

Schilf am Rande des Stegs:

Der Steg neigte zur dekorativen Schattenbildung.

Ab und zu lag Schnee:

Dies war vermutlich das Bild der Brücke in den Köpfen einiger Politiker?


Abschnitt 2

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Forst Hagen

Der Wald umfasst jetzt ca. 140 ha, er war früher größer. Damals war er das Jagdrevier der in Ahrensburg ansässigen Schimmelmann-Grafen und als solches gesperrt für die Öffentlichkeit (so ab 1868, ob da ein Zusammenhang mit der Verselbstständigung des Gutsdorfes in 1867 besteht?). Wegen der, ähem, beklemmenden wirtschaftlichen Lage der gräflichen Gutswirtschaft und der Auflösung des Gutsbezirks 1928 Die Freie und Hansestadt hat für die Siedlung “Am Hagen” Kauf und Vorfinanzierung der Siedlungshäuser, Infrastruktur und so weiter übernommen, siehe muella7. verkaufte die Familie dann vor dem 2. Weltkrieg Teile des Waldes an Hamburg für den Bau einer Siedlung (jetzt Siedlung Am Hagen) für und durch Arbeitslose aus Hamburg und für eine Wochenendhaussiedlung im jetzigen Waldgut Hagen.

Nach dem Krieg wurde der Wald nebst anderem Gelände vollständig an die Stadt Ahrensburg verkauft (bis auf das Schloss - das wollte niemand). 1867 wurde das bisherige Gutsdorf Woldenhorn eine selbständige preußische Landgemeinde und benannte sich in Ahrensburg um. Dem Ort wurde 1949 das Stadtrecht verliehen.Die (insolvente?) Grafenfamilie zog fort nach Plön.

Der Wald wurde in der Vergangenheit intensiv forstwirtschaftlich genutzt. Auch für die Wiederaufforstungen der Nachkriegszeit wurde auf schnellwüchsige Baumarten und da besonders auf Nadelhölzer gesetzt.

Ab der Einrichtung des Naturschutzgebietes Tunneltals wurde mehr auf eine standortgerechte Durchmischung der Baumarten geachtet. Die Beschreibung stammt aus einer Seite Ahrensburgs. Siehe auch einen Artikel aus dem Hagener Boten: Waldspaziergang.Jetzt haben wir ein “sehr abwechslungsreiches Mosaik aus überwiegend jüngeren Waldbeständen. Besonders an den Hängen zum Tunneltal und entlang der Seitentälchen sind schöne und alte Eichen und Buchen erhalten geblieben. Hier haben seltene Vogelarten wie Schwarzspecht” und so weiter … Also - obwohl Wirtschaftswald, werden jetzt auch Naturschutz und Naherholung gleichermaßen berücksichtigt.


Bäume

Im Forst sind das Wichtigste die Bäume - den Baumbestand zeigt folgende Karte. Ich bitte um Vergebung wegen der Qualität, aber dies ist eine im Wald stehende Schautafel der Forstverwaltung und ich wollte nur öffentlich zugängliche Materialien zeigen. Immerhin kann man in dem Bild seine Rohrschachfähigkeiten testen (als Start: Ein japanischer Krieger, der mit dem Godzilla-Baby kämpft).

Für Neupflanzungen werden Flächen “freigemacht”, will sagen, bis auf überstehende Bäume, sog. Überständer, gerodet. Die Fläche wird gemulcht (für den besseren Wuchserfolg), eingezäunt (sonst fressen es die Rehe) und bepflanzt (das ist Ware aus spezialisierten Betrieben oder von weit her, wenn es - wie bei den Douglasien - das Material in Deutschland noch nicht gibt).

Bäume sind großartige Fotoobjekte: Sie laufen nicht fort, haben eine vernünftige Größe, viele ändern ihre Farbe und sie sehen gut aus :-)

Deshalb zuerst einige

Junge Bäume.

Tja, man sieht nicht viel - alles ist überwuchert vom Indischen Springkraut. Im unteren Bild ist es noch nicht so hoch. So einen frisch aufbereiteten, lockeren Waldboden liebt das Springkraut - und das viele Licht … Aber die jungen Bäume werden es schaffen, wenn sie höher als das Springkraut gewachsen sind.

Sieht schon besser aus, nicht wahr?

Hier sind es sogar unterschiedliche Arten:


Eichen


Vielleicht 150 Jahre alt …


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Äh, links der dünne Stamm sieht ja aus, wie eine Buche - wie konnte das passieren?

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Buchen


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Hm, im Hintergrund stehen ein paar Eichen. Es ist halt ein Mischwald :-)

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Herbstlaub wirkt immer gut.

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Junges Laub im Gegenlicht …


Birken


Birkentrieb oder schon junger Baum?


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Nadelhölzer



Standortgerecht?


Eine neue invasive Art: Bambus?


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Bei diesem Teil bin ich nicht sicher: Ist das ein Werk der Kunst oder - für den Forst - eine invasive Art?

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Altholz


Wie beschrieben, gibt es eine Menge Altholzbestände und Totholz im Forst.

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Neu und Alt hintereinander:

Ein wenig verfremdet:

Doch noch Leben drin (oder dran?):

Manchmal hat man Glück mit der Beleuchtung und den Farbreflektionen:

Unter der Rinde Versorgungsgefäße:

Nun ist der Forst Hagen ja Wirtschaftswald, Bäume müssen gefällt und die Stämme abtransportiert werden. Das macht man mit Maschinen - das Rücken der Stämme mit Pferden sieht zwar sehr gut aus, dauert aber recht lange und ist teuer. Und wirklich starke Stämme sind für Pferde nur schwer zu bewegen.

In den nächsten Bildern ist eine Holzerntemaschine, ein Harvester, wie es so schön heißt, abgebildet. Das Teil besteht aus An- und Vortriebseinheit und dem austauschbaren Schneide- und Manipulationsgerät.

Details der Maschine.

Was bleibt, sind Holzstapel und aufgewühlter Waldboden, hier auch demolierte Wege. Ist aber nach zwei Jahren wieder OK - so sagns, die Forstleute.

Das Produkt sind Holzstapel verschiedener Länge und Anmutung.

Mehr oder weniger geordnet.

Die Nutzung funktioniert auch in kleinerem Maßstab:

Ahrensburg ist Besitzer des Forsts und hat deshalb in seiner Verwaltung dafür verantwortliche Personen angestellt. Die praktische Arbeit wird aber von einer Unterabteilung der Landwirtschaftskammer geleistet - eine schleswig-holsteinische Spezialität, vermute ich. Der zuständige Förster Lübbers ist dort angesiedelt. Im nächsten Bild beschreibt er bei einem sogenannten Waldspaziergang (wo dem Publikum Teile des Forsts und die anfallenden Arbeiten vorgestellt werden) den Befall einiger Nadelbäume mit dem Borkenkäfer. Entsprechende Borke hält er in der Hand.

Siehe auch den schon zitierten Artikel aus dem Hagener Boten: Waldspaziergang.


Bewohner

Die Waldbewohner nicht zu vergessen …

Man benutzt gerne ausgebaute Wege.

Eine etwas unauffällige Bewohnerin:

Dies wird wohl kein ständiger Bewohner im Forst sein.

Dies auch nicht. Immerhin angeleint und das Frauchen war in der Nähe …

Ein ehemaliger Bewohner:

Und viele Mitbewohnerinnen (Hornissen)

Die folgenden Bilder zeigen “Behausungen” von Bewohnern des Forstes.

Irgendwann hat der Eigentümer wohl die Wartung aufgegeben …

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Blüten, Beeren, Pilze

Von den Tieren wieder zu den Pflanzen.

Interessant war, dass die Blüte in der Luft zu schweben schien. Bei genauerer Betrachtung entdeckt man zwei Spinnenfäden.

Im Gegenlicht:

Die geschätzte Leserschaft wird sicher wissen, was es ist. Ich weiß es leider nicht - vielleicht eine Kirsche?

Dies ist jedenfalls eine Traubenkirsche.

Das indische Springkraut sieht ja recht dekorativ aus; es wird auch gerne von Insekten besucht - aber es wuchert … Das untere Bild zeigt einen Springkrautteppich auf dem Schuppendach eines ehemaligen Bahnwärterhäuschens.


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Hier eine gerodete Fläche im Forst; im Jahr nach der Rodung vom Springkraut überwuchert.

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Wenn man erst einmal drauf aufmerksam wurde, sieht man den Knöterich überall im STT.

Dies hier ist eine neue Knöterichsorte – sehr große Blätter, wahrscheinlich Gartenabfall.

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Klee und Buschwindröschen.

Prinzessin-Lillyfee-Buschwindröschen:

Brom- und Himbeeren.

Vogelbeere, Pfaffenhütchen und hm?

Hagebutten
Und Eicheln
Farne dürfen nicht fehlen.

Baumpilz I.

Baumpilze II.

Baumpilz III. Man mag den Schnee nicht oder ist hungrig …

Wege im Forst

Es gibt ein gut ausgebautes Wegenetz für den Forstbetrieb und die Naherholung.

Nun könnte ich eine schlichte Karte des Wegenetzes zeigen; die macht aber nichts her. Das folgende Bild ist deshalb eine Karte der Fa. Strava - eine sogenannte heatmap. Es gibt ja Apps auf dem Smartphone oder Fitness-Armbänder, mit denen man seine sportlichen Aktivitäten (Laufen, Radfahren usw.) dokumentieren kann. Per GPS wird der Standort in relativ kurzen Zeitabständen festgehalten und an den Anbieter der App übertragen. Dort kann man selbst die Aktivitäten per Tabelle oder Karte nachverfolgen, die Daten können aber auch anonymisiert und zusammengefasst dargestellt werden. Das ist dann die heatmap einer bestimmten Gegend.

Im folgenden Bild sind läuferische Aktivitäten im Forst Hagen und angrenzenden Gebieten dargestellt - je mehr Rot, desto mehr Läufer waren auf einer Trasse unterwegs. Im Wesentlichen sind es wohl die Läufer des schon erwähnten Lümmellaufs. Es gibt viele schwächer genutzte Wege (mehr Blau) - das sind dann vermutlich die hiesigen “Normalläufer” oder Leute, die ständig eine Fitness-App angeschaltet haben und an Strava (oder andere App-Anbieter) melden lassen.

Das Kartenmaterial von Strava ist sehr ordentlich und man kann weit hineinzoomen - man könnte wohl einzelne Personen identifizieren …

Quelle Fa. Strava

Einige Nutzer:

Die Wege im Forst sind Waldwege.


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Mit Licht und Schatten.

Im Winter:

An einer Stelle im Forst wurde ein Knüppeldamm gebaut. Die Aufnahme stammt von, na ja, 2003. Jetzt ist nur noch wenig von den Planken vorhanden.


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Alfred-Rust-Wanderweg

Eh ich vergesse zu erwähnen: es gibt einen Alfred-Rust-Wanderweg.

Alfred Rust Siehe Wikipedia. Rust ist Ehrenbürger Ahrensburgs.hat eigentlich nur indirekt mit dem Naturschutzzweck des Gebiets zu tun. Seine archäologischen Funde der Artefakte von Rentierjägern sind allerdings zu einem großen Teil durch die Landschaftsform bedingt. Für Jäger war die Gegend geeignet: Die mögliche Jagdbeute kam hier her (Rentiere wandern jahreszeitlich bedingt). Es gab Engstellen, durch die die Herden ziehen mussten oder wo man sie hintreiben konnte (der Querrippel durch das Tunneltal, wo jetzt die Straße Brauner Hirsch verläuft wäre ein Kandidat). Es gab Aussichtspunkte entlang des Tunneltals, von wo aus man die Beute beobachten konnte. Und man konnte in geschützten Lagen seine Zelte aufbauen.

Dass hier viele steinzeitliche Funde (siehe den Abschnitt Archäologische Grabungen) zu verzeichnen sind, hat vermutlich auch mit der langen Zeit zu tun, in der diese Lebensform bestand (1.000 Jahre, 2.000, 3.000?).

Noch zwei Wegweisungen.


Burg Arnesvelde

In Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es rund 50 weitere Burgreste. “Der Beginn des Burgenbaues ist im Kontext mit den Veränderungen und ethnischen Umgruppierungen im Verlaufe des 8. und 9. Jahrhunderts zu sehen. In den Zeitraum vom 8. bis zum frühen 12. Jahrhundert fällt die Entstehung von zahlreichen Burgen, zum Beispiel für den sächsischen Limes”. Siehe Wikipedia und dort dann weiter.In der nördlichen Ecke des Forstes, in das “Tiefland” des Tunneltals hineinragend, befinden sich die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, der Burg Arnesvelde (auch Arx Arnsburga, hm, “Arx/Burg”: doppelt gemoppelt?).

Die vermutlich in der Zeit der “Kolonisation” (sprich: Eroberung) Stormarns entstandene oder von den alten Sachsen übernommene Burg wurde 1306 erstmals erwähnt. Namensgeber ist das Dorf Arnesvelde (erstmals 1195 urkundlich genannt; dessen Ursprung ist vermutlich auch die Kolonialisierung). 1320 wurde die Burg in einem der vielen damaligen Feldzüge beschädigt und praktisch aufgegeben. 1327 kam der Ort durch Tausch zum Zisterzienser-Kloster Reinfeld bei Lübeck, das ihn der Vogtei Woldenhorn unterstellte - dem heutigen Ahrensburg. Von 1567 an gehörte Arnesvelde (nebst anderen Dörfern in der Gegend) dann zum Adligen Gut Woldenhorn. So ein Kloster hat wohl wenig Interesse am Wiederaufbau und der Pflege von zerstörten Burganlagen.Besitzer war nun die Adelsfamilie Rantzau, die sich um 1595 eine Wasserburg (kein Schloss, Schlösser waren dem König vorbehalten) einige Kilometer entfernt hat bauen lassen. Dafür wurden (vielleicht noch vorhandene) Materialien des alten Burgplatzes genommen - gegebenenfalls Findlinge, die für Fundamente geeignet waren. Das Wasser für den aufgestauten Schlossgraben - ebenfalls zum Betrieb einer Mühle - lieferte neben anderen Zuläufen der umgelegte HopfenbachHier in der Gegend war das ein sehr wertvolles Baumaterial. Es mag aber auch sein, dass mit der Deklaration des “Abbruchs” ein bestimmter Status von der alten Arx/Burg auf das neue Gebäude übertragen wurde.

Ursprünglich war die Burg also eine altsächsische, dann von den Kolonisatoren genutzte Fluchtburg. Militärisch wurde sie wenig verwendet - sie lag ein wenig zu abseits. Vielleicht geeignet, um die Bevölkerung im Griff zu halten; vielleicht führte damals ein Weg zwischen Hamburg und Lübeck dort entlang, den man so kontrollieren konnte.

1981 hat man versucht, die Burganlage zu rekonstruieren, siehe Wikipedia:


Eigentlich sollte es doch eine Fluchtburg sein? Dies sieht ja aus, wie ein kleines heutiges Dorf - so hat man damals nicht gesiedelt. Die angedeuteten Felder - hm, eigentlich ist das kein besonders guter Boden dort. Auch das Vieh dort in der Abbildung befand sich im “11. Jh.” (und lange davor und danach) zum Weiden in den Wäldern.

Die Darstellung findet sich auch auf einem Schild der OBEREN DENKMALSCHUTZBEHÖRDE.

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Auf einer der anderen Infotafeln des Landesamtes (warum stehen um die Burg eigentlich unterschiedliche Tafeln herum?) stellt die Abbildung schlicht die Geografie dar (obwohl, zu “Betriebszeiten” der Burg gab es den Hopfenbach dort nicht):

Für Ahrensburg ist die Burg interessant, weil eine stilisierte Abbildung einer “Burganlage” im Stadtwappen enthalten ist. Da gibt es Bezüge zur sogenannten Rantzau-Tafel, die um 1585/87 für einen Rantzau zunächst in einem Stich und dann als Ölbild angefertigt wurde. Sie zeigt den Stammbaum und die verschiedenen Linien der “weitverzweigten” Rantzaus. Mal abgesehen davon, dass sich im Stich zum Teil fehlerhafte Besitzernamen von Besitztümern finden und die Wasserburg Woldenhorn der Rantzaus noch nicht gebaut war - in so einem Werk kommen Wunsch und nicht ganz bekannte Wirklichkeit zusammen. Der Stammbaum des englischen Königshauses lässt sich zum Beispiel in der “fast offiziellen” Ausgabe bis auf altenglische Halbgötter und Sagengestalten zurückführen.Der Künstler hatte wohl kaum Neigung und Gelegenheit, eine seit Jahrhunderten zerstörte Burg zu besuchen. Er wird mit dem Hinweis “Abbildung beispielhaft” abgeliefert haben.

Ein Ausschnitt der Tafel mit der A.ARNSBVRGA, oberstes Gebäude:

Aus 1897 stammt eine aufgehübschte Darstellung der alten Tafel, der man aber ebenfalls den Mangel an Inaugenscheinnahme ansieht (Steine in dem Umfang? Hier?):

Als Vorbild für ein Wappen alles eher ungeeignet. Aber man hat ja Bilder von Burgen im Kopf - odr?

Die Anregungen für ein eigenes Wappen Ahrensburgs gehen auf das Jahr 1927 zurück. Der Vorläufer des jetzigen Wappens wurde 1936 durch den Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein genehmigt.

Aber es gab wohl Zweifel. 1962 wurde durch das ehrwürdige schleswig-holsteinische Landesarchiv eine Überprüfung der Beschreibung vorgenommen (Wegen der Farbgebung? Ich persönlich hätte eher Zweifel an den Zinnen gehabt). Nun - nach vierzehn Jahren Prüfung von geänderten Ausführungen genehmigte der Innenminister des nunmehr Landes Schleswig-Holstein das Wappen. So viel Mühe, ein Wappen genehmigt zu bekommen :-) Siehe Wikipedia und nochmal Wikipedia. Übrigens, nicht mal Glücksburg hat sein Schloss im Wappen.

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Um auf die Burgreste zurückzukommen: Sie sind heutzutage eine Art Lokalheiligtum (mit - privaten - Ritterspielen) - neben dem Schloss Ahrensburg, versteht sich (was wieder ein relativ typisches Guts-Herrenhaus zur Zeit der Erbauung beziehungsweise nach dem Umbau war).

Interessant sind ein paar andere Aspekte: Ist der Burghügel natürlichen UrsprungsGab es geologische Untersuchungen?, wie die nahegelegenen Wartenberge und wurde er nur abgetragen/geglättet? War das Tunneltal damals noch ein See - sonst wären die Burggräben in der Regel trocken gewesen? Wenn See - wie groß und stabil war er? Fischzucht und -fang möglich? War die “Burg” früher eher die Heimstatt von de Fischer un sin Fru?

Zeitlich noch etwas weiter zurück - war der Hügel ein Aussichtspunkt der Rentierjäger? Sind von dort Funde aus der Zeit bekannt? Archäologisch untersucht wurde er jedenfalls lt. einer der Infotafeln noch nicht.

Wenn man das zusammenfasst: wir wissen nichts Genaues über die Burg. Alle alten Darstellungen sind reine Phantasie. Dies vorausgeschickt … man sollte nicht enttäuscht (zum Beispiel wie der schon erwähnte Saffti) über das Vorzufindende sein.

Hier der Zugang aus Richtung Osten in Richtung Burg. Einige Bilder sind im Winter aufgenommen - sonst sieht man wegen des Laubs wenig vom Hügel.Im oberen Bild einige Besucher der Burg. Im mittleren Bild steht man vor der Burg; links geht es den Burghügel hinan, rechts führt der Weg um den Hügel herum. Im unteren Bild blickt man vom Hügel auf den Weg nach Osten. An beiden Seiten des Wegs mag man sich den ehemaligen (inneren) Burggraben vorstellen.

Der Zugang aus Richtung Westen. Die Höhe des Haupthügels beträgt drei bis vier Meter. Das obere Bild zeigt den Weg vom Moorwandersteg aus, das in der Mitte den steiiilen Zugangspfad, das Bild unten den nach links abzweigenden Weg um den Burghügel herum:


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Ein Läufer auf dem Weg des vorigen, unteren Teilbildes vor dem Burghügel:

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Die Burghaupt- und -nebengräben konnten ihre Funktion nur erfüllen, wenn der Wasserstand im Tunneltal höher stand - also ein See vorhanden war. Jetzt enthalten sie selten Wasser (im oberen Bild nach ergiebigen Regenfällen). Unten der Normalzustand.


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Man soll den Burghügel nicht herunterrutschen (das könnten möglicherweise hingeführte Schüler, Schlittenfahrer, Ritterspielteilnehmer oder “Waldzwerge” - werden weiter unten erläutert - machen). Dann wäre der Burghügel bald eingeebnet. Und ein Geländer muss sein …

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Es ist nicht der solide Palisadenbau, den man von einer Burg erwartet (siehe voriges Bild unten rechts, da hängt es noch in der Luft).





Aber dieses sind Palisaden! Von wem gefertigt weiß man nicht: den Ritterspielern, den Waldzwergen?

Dieses Bild nur der Schönheit halber (Ein Teil des Geländers).

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Das “Burgplateau” trägt einige alte Bäume.

Die Nummern 17 und 28? Man findet in dem Areal etliche aufgepinselte Nummern an Bäumen. Aber hier - auf dem Lokalheiligtum, der spirituellen Geburtsstätte des modernen Ahrensburgs? Ein irgendwie ästhetisch geartetes Feingefühl kann man wohl nicht erwarten, hm?

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Gewässer

Vorausgeschickt sei, dass der Forst Hagen essentiell für die stetige Wasserversorgung des Tunneltales ist.

Zunächst ein kleines Bächlein, das direkt ins Tunneltal fließt: des Fotografens Liebling. Leider ist es selten wasserführend.

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Auch dieser Bach hat seinen Ursprung in der Oberflächenentwässerung der Siedlung Am Hagen …





“Oberer” Teich

Im Forst liegt ein größerer TeichDie Blencke? - nahe an der Kante zum Tunneltal. Direkt da drunter im Talgrund ein weiterer Weiher. Der Obere entwässert in den Unteren :-)

Der obere Teich sammelt Wasser aus der ganzen Umgebung, ein Graben führt es sogar von den Wartenbergen heran.

Dies ist ein Steg über den Graben.

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Der obere Teich lässt sich besonders gut fotografieren … Man hat häufig Gegenlichtsituationen, er liegt mitten im Wald, will sagen, die Wasseroberfläche kann sehr ruhig sein (gut für Spiegelungen). Wenn der Teich trockenfällt, trägt das zur Abwechselung bei. Und - dort steht eine Bank, so dass Fotos ganz in Ruhe genommen werden können.

Dies ist der schon verbreiterte Zulauf aus Richtung der Wartenberge.

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Einmal um den Teich herum.

Ein Ufer mit der schon erwähnten Bank (im Goldenen Schnitt rechts).

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Spiegelungen:

Immer die gleiche Sicht, aber zu verschiedenen Jahreszeiten.

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2018 gab es einen extrem trockenen Sommer. Das nächste Bild zeigt den Teichrand und den -boden. Der war – natürlich – von Wildschweinen durchwühlt.

Ich gehe am Zulauf entlang, versuche, nicht im Schlamm einzusinken - und was sehe ich da? Eine Wasserpflanze, hübsch gefiedert, hm, bei näherem Beschauen doch eher bedenklich.

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Es ist das Brasilianische Tausendblatt! Die gemeine Wasserpest - geschenkt: die findet man überall. Aber das TausendblattWikipedia. Das Brasilianische Tausendblatt ist 2016 in die „Liste der unerwünschten Spezies“ für die EU aufgenommen worden. … Die nördlichsten Bestände wurden bisher aus Nordrhein-Westfalen gemeldet. Ich sollte die Wikipedia korrigieren.


“Unterer” Teich

Dieser kleine See ist durch Zäune ein wenig abgeschieden. Er war früher leicht erreichbar, jetzt nur noch, wenn größere Waldarbeiten stattfinden und die Zäune entfernt oder die Tore geöffnet sind. Für brütende Vögel, aber auch für die Wildschweine ist diese Ecke ein hervorragendes Rückzugsgebiet …

Strenggenommen liegt nur das eine Ufer im Forst, das Andere befindet sich schon auf der Tunnteltalsohle. Auf der einen Seite am Talhang hat man alte Laubbäume und Totholzreste, auf der Anderen einen Erlenbruch. Aber auch hier wieder Entenflott.

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Eine Langzeitbelichtung: Ähem, das ist hohe Fotokunst und nicht einfach nur eine Verwackelung :-)

Hier Spechthöhlen: Ich meine, es ist der gleiche Baum; aufgenommen im Abstand von zehn Jahren.

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Auf der Wiese, gleich neben dem Teich, ein Jagdsitz. Dieser hier auf Rädern.





Kleines Rückhaltebecken

So ein Regenrückhaltebecken macht ja Sinn, damit die Erosion durch Regenwasser nicht zu groß wird. Damit landwirtschaftliche Arbeiten ohne Probleme erledigt werden können? Mir erschließt sich der Ausschluss des Weges aus dem NSG nicht so recht.Es gehört wohl nicht zum Naturschutzgebiet, wie auch der leicht abschüssige Weg, der von der Siedlung Am Hagen ins Tunneltal führt, an dessen Ende er liegt. Das RHB entwässert dann direkt ins Tunneltal.

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Hier die “Staumauer”, nebst Spiegelung der Gräser im Wasser.

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Waldzwerge

Nach meiner Kenntnis gibt es um den Forst Hagen herum mindesten drei Kita-Gruppen, die das “Walderlebnis” propagieren. Die Kleinen werden in den Wald geführt und spielen und lernen da. Wer will schon etwas dagegen haben - ganz im Gegenteil. Auch die Forstleute sagen: “Ist doch niedlich”. Und die müssen das ja wissen.

Die Kleinen bauen Allerlei. Ich vermute, dass die Anleiterinnen und Anleiter ein Wort mitzureden haben. Manches wirkt so überaus kunstfertig.

Das war schon harte Arbeit für die Kleinen …


Weitere “Attraktionen”


Bänke

Ich hatte schon Bänke erwähnt. Es ist doch gut, wenn man sich nach anstrengendem Gehen oder gar Laufen irgendwo niederlassen kann. Hier zwei Nutzer (man beachte die Unterlagen).

Weitere Bänke sind über das Gelände verteilt. Im Großen und Ganzen sind zwei Standardmodelle aufgestellt.

Hier eine Bank mit Steuerbord- und Backbord-Markierungen.

Seit einiger Zeit werden die hölzernen Teile gegen Metallmodelle ausgetauscht. Ein Grund: Die Wirtschaftlichkeit (tja, schwer abzustreiten, dass Metall länger hält. Auch können die Metallteile nicht beschnitzt werden). Und dann die Reinlichkeit: Holz kann nass und schmutzig sein; die Nutzer brauchen nicht vorher oder nachher zu putzen (aber: man beachte die Unterlagen drei Bilder zurück).

Tja: Vorher-nachher.

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Es mag durchklingen: ich halte nicht gar so viel von den Metallbänken. Mein Grund: DIES IST EIN NATURSCHUTZGEBIET!Die OBERE DENKMALSCHUTZBEHÖRDE ist für die Großschreibung hier Vorbild. Man sollte hier die Möblierung der Umgebung anpassen.


Blockhaus

Etwas von der Hagener Allee beziehungsweise dem dortigen zentralen Parkplatz entfernt, steht ein Blockhaus.

Vielleicht können hier Familien rasten, vielleicht ist es auch ein Geräteschuppen?

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Futterstellen

Mir sind zwei Futterstellen im Forst bekannt. Wer mag sie betreiben/bestücken? Die Jägerschaft, das Publikum? Die amtlichen Forstleute lehnen die Zufütterung jedenfalls ab.

Nummer 1:


53.648336, 10.222507 A bissele vermüllt?

Nummer 2: Hier haben wir den Charme des Vergänglichen …

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Schilder

Da sich dieser Abschnitt eh zu einem Sammelsurium entwickelt, passen auch Schilder und Wegweiser hierher.

Der offizielle Wegweiser

und die vandalisierten Objekte.

Sägespäne können zu vielem dienen:

Dies hier halte ich für eine gute Einrichtung:

Ach, ist es aufgefallen? Ja, das Teil steht auf hamburgischem Gebiet.

Und hier die Fülle der Möglichkeiten.


Holzwerk

Nun - was sehen Sie?


Das edle Schnitzwerk wird immer noch ausgeübt. Hier an der Burg Arnesvelde - wo sonst?

Herzen hat es reichlich. Auch die Kraft der Doppelherzen wird beschworen.

Dies sind Jahreszahlen. Sie beginnen 1730: linke Ecke oben. Vielleicht ein Schreibfehler?

Zum Abschluss dieser Miniserie das Werk einer Porzellanliebhaberin (ach, es könnten auch die Ritterspielteilnehmer sein?):


Noch etwas zur Nutzung durch das “Publikum” - es gibt skurrile Beispiele. Dies war eine zwischen zwei Bäume gespannte Plastikfolie, die mit Graffitis besprüht war. Wie bei so vielen Graffitis bin ich auch hier vom künstlerischen Gehalt nicht so besonders überzeugt. OK, OK, OK, OK, OK - reicht das aus? Vielleicht hat man aber auch nur an der frischen Luft geübt; ein Workshop, hm? Vorder- und Rückseite:


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Was das hier ist (oder sein soll), kann ich nun gar nicht sagen: Ein längerer Ast, der zwischen zwei Bäumen angebunden ist. An ihm hängen kürzere Aststücke (es erinnert an ein Windspiel). Ratlos …


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In diese Abteilung gehört auch dieses Fundstück: Eine Collage aus Blättern, einer Baumscheibe, Holzsplittern, Springkrautblüten und Schnecken. Sehr hübsch! Abgesehen davon, dass es Wasserschnecken sind, die wohl aus dem nahe gelegenen, trockengefallenen Graben gesammelt wurden. Die Tiere ziehen sich bei Trockenheit ins Innere ihres Hauses zurück, um zu überleben – aber so sind ihre Chancen wohl gering …

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Hier bringt eine Reiterin mitten im Forst ihrem Pferd das Rückwärtsgehen bei.


Wir überqueren nun die Hagener Allee in Richtung Wartenberge. Am Parkplatz dort dieses äh, entzückende Ensemble:

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Von gleicher Hand - zumindest mit gleicher Farbdose - gestaltet?




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Wartenberge

Die “Region” Wartenberge gehört natürlich zum Forst Hagen; sie soll auf keinen Fall unterschlagen werden … Der Baumbewuchs dort entspricht dem Rest des Forstes auf der anderen Straßenseite - vielleicht gibts etwas mehr Nadelbäume.

Im Prinzip ist das ein Waldstück mit einigen Hügeln drin.


Ein kleines Problem: Alte Karten zeigen dort drei Hügel.

Neuere Karten sind sich nicht ganz einig - zum Beispiel die Topographische Karte 2327 Ahrensburg, Ausgabe 2016, gibt ganz allgemein dort eine Erhöhung an:

Nach Inaugenscheinnahme sind es noch zwei Hügel. Der Grund ist - wie schon in der Schautafel dargelegt - jahrzehntelanger Kiesabbau durch Ahrensburg.

Man hat aber renaturiert, den Boden neu verteilt, den größeren Hügel neu aufgeschüttet, mit schnellwachsenden Bäumen bepflanzt und bald wird alles so aussehen wie vor 100 Jahren.

Der “kleine” Hügel (links oben hinter dem Findling und rechts unten):

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Der größere Hügel, vom “Gipfelpfad” hinunter fotografiert:

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Auf dem Hügel sind einige Findlinge dekoriert, die wohl beim Kiesabbau auftauchten. Übrigens sind im gesamten Tunneltal einige weitere Häufchen platziert. Sie sind recht selten geworden, weil sie früher wertvolles Baumaterial waren und von den Bauern (und Burg-Erbauern) für die Fundamente ihrer Häuser verwendet wurden.


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Ansonsten finden sich zwei Teiche. Hier der eine mit Zu- und Abbfluß:

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Dies nach langer Trockenheit.

Spiegelungen sind dort möglich.

Hier der andere Teich, ebenfalls trockengefallen (im verschwommenen Vordergrund die üblichen invasiven Arten).

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Abschnitt 3

Zentral-Nord

Wiesen


Im Tunneltal schließt sich an die Teichwiesen die “Zentrale-Region Nord” an. Überwiegend ist es Weideland,

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mit eingestreuten Büschen und Baumgruppen. Man beachte die reiche Gräser- und Kräuterflur.


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Die Wiesen werden ab und an gemäht; ich habe es allerdings erst einmal erlebt.

Die Heuballen sind zurzeit am Rande einer Wiese geparkt. Sie werden sicher verfüttert oder als Streu verwendet …

So siehts im Winter aus. Der Graben ist der Hopfenbach.

Ein paar Binsen im Schnee:

Waren dies nun Morgennebel?


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Nochmal der Blick übers Tal.


(Kopf-)Weiden

Weidenbäume finden sich im gesamten Tunneltal. Um sie in Form zu halten, müssen sie regelmäßig beschnitten werden.

Vorher:

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Nachher (aber schöne Abendstimmung, nicht wahr?):

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Eine bestimmte Weidenreihe liegt sehr günstig (und fotogen) im Tal: Weit weg, näher, ganz nah.


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Hier im Winter.



Der Hopfenbach trennt in diesem Abschnitt des Tals den nordwestlichen Teil ab.

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Hierher gelangt man am besten über einen Bahnübergang:




Ein paar Einzelbäume dort:

Und die obligate Weidenreihe:

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Das Licht am Ende des Tunnels im dortigen Waldstück …

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Praktisch die gleiche Stelle, nur von der anderen Seite des Tunneltals aufgenommen.

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Ein Hochsitz, im Bild oben in der zentralen Eiche. Vielleicht haben ihn schon die Grafen benutzt.


Sehr gefällige Wiesen dort, die Kante im Bildvordergrund (eine Stufe im Gelände) verläuft schnurgerade. Es ist halt altes Kulturland …

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Und sehr schöne Übergänge zwischen Wiese und Bruchwald:

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Straße Brauner Hirsch

Weiter nach Westen kommen wir an die Straße Brauner Hirsch (die nicht im NSG enthalten ist). Sie führt über einen schon immer vorhandenen (Strömungs-)Querrippel durch das Tunneltal.

Hier aus Richtung des Bahnübergangs in Richtung Siedlung Am Hagen aufgenommen. Die Straße hat sich nach ihrem Ausbau in den letzten Jahren zu einem Autobahnzubringer entwickelt. Falls hier eine Brücke über die Bahn gebaut werden sollte, würde sich der Verkehr wahrscheinlich nochmals verstärken.

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Entlang der Straße zwischen Bahnübergang und der Siedlung Am Hagen liegen Weiden und werden Feldfrüchte angebaut, zum Beispiel Raps und Getreide. Diese Flächen gehören zum NSG, können aber landwirtschaftlich bewirtschaftet werden (und zwar nur an dieser Stelle des gesamten NSG Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltal). Aus der Einsetzungsverfügung des NSG: Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben…die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung (von 1982). Was “ordnungsgemäße Bodennutzung” sei, ist in Zeiten von Glyphosatverwendungs-Diskussionen auch mal zu überdenken. Aber vermutlich gibt es Auflagen, hm, ganz bestimmt, nicht wahr?

Aufnahme vom Fliegerweg aus.

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Und dies das Gegenstück vom Braunen Hirschen in Richtung Fliegerweg.

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Nochmal vom Fliegerweg.

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Heutzutage werden wegen “arbeitstechnischer Notwendigkeiten” Wege in die Felder gefahren; was dann interessante Muster gibt.

Ein Einzelbaum am Braunen Hirschen.


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Nochmal dieser Baum (oben rechts) mit den Feldern:


Immerhin stehen einige Weiden am Rand:

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Dann haben wir noch den Bahnübergang des Braunen Hirschen.





Und die Bahnlinie selbst. Links das Tunneltal, in der Ferne der Sendemast.

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Rückhaltebecken Brauner Hirsch

Im Talgrund lag seit alten Zeiten (die Karte zeigt den Zustand vor dem 1. Weltkrieg: da gab es noch keine Siedlung Am Hagen. Basis Nord am unteren Bildrand ist übrigens ein geodätischer Ausgangspunkt) ein Teich, den man In den 1960ern?zu einem Oberflächenwasser-Rückhaltebecken (RHB) ausgebaut hat.

Zum Vergleich eine heutige Luftaufnahme:

Quelle Fa. Strava


Das Wasser kommt vom Tunneltalrand: Will sagen, zum Teil entwässern die Siedlung Am Hagen, das NSG Schwarzes Moor (siehe nächste “Region”) und Teile Ahrensfeldes hierher.

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Tja, dort schwimmt alles Mögliche: Flaschen, Plastik, Enten, Entenflott … Der abgesetzte Schlamm könnte mal geräumt werden.

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Aus diesem RHB entspringt der Hopfenbach. Das Wasser wird durch einen Auslass und eine Betonröhre rd. zehn Meter unterirdisch geführt, bevor es in seinen Graben austritt (das ist ingenieurtechnisch sauber ausgeführt). Der Graben läuft dann lt. Google 830 Meter schnurgrade aus (altes Kulturland und so weiter …).

Die Hopfenbachquelle befindet sich auf der linken Seite in der Mitte des Bildes, beim kleinen Schilfbüschel; rechts der RHB-Rand. Die Wasserfläche links im unteren Bildteil ist die überschwemmte Wiese nach starkem Regen.

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Hier nochmal im Winter. Das Teilbild links oben ist wirklich die Quelle. Welchen Einfluss ein erhöhter Salzgehalt des Wassers hat (Streusalz und so), ist schwer zu sagen.

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Der Bachlauf mitsamt den Nebengewässern.

HoBach_1_Screenshot
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Archäologische Grabungen

Das Tunneltal ist “weltberühmt” für seine archäologischen Schätze - zum Beispiel Pfeilspitzen, Feuersteinschaber, Rentierknochen und so weiter aus der Zeit der Rentierjäger. Die (lt. einem Ondit 200.000?) Exponate dieser Zeit liegen verteilt über einige Museen überwiegend in Schleswig-Holstein und Hamburg. Verehrte Leserschaft: das Folgende war (in einer vorigen Version) ironisch gemeint: Auch der Kreis Stormarn bzw. Ahrensburg planen eine kleine Ausstellung. So hätten es die dorthin geführten Schüler nicht so weit … Noch besser wäre vielleicht eine interaktive App, in der man Speere auf Rentiere schleudern könnte (ala Angry Birds); mit Geweihstangen-Punkten und “Likes”. Träfe auch eher aktuelle Entwicklungen im Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Warum war? Weil es ein offizielles Gutachten gibt, in dem ähnliches tatsächlich gefordert wird.Die Zersplitterung ist eine Folge der ganzen Gebietsreformen und folglich Änderung der Zuständigkeiten, seit man behördlicherseits archäologische Artefakte sammelt (für Schleswig-Holstein: seit 175 Jahren).

Nun … Wegen des geplanten Ausbaus der Eisenbahnstrecke Hamburg-Lübeck hat man innerhalb der notwendigen Umweltverträglichkeitsuntersuchung überall entlang der Linie Aufschlüsse und Probegrabungen durchgeführt, um festzustellen, ob womöglich noch vorhandene archäologische Fundstellen durch die Baumaßnahmen und Bauwerke gefährdet wären - sprich, man hat eine Voruntersuchung durchgeführt. Eine weitere Voruntersuchung war allerdings nötig, um die Auswirkungen der archäologischen Voruntersuchung auf das Inventar des FFH-Gebiets abzuschätzen. Ergebnis: Alles bestens.

Für ein archäologisches Landesamt ist es eine große Sache, solch eine Suche vom Bauträger, in diesem Fall der Bundesbahn, bezahlt zu bekommen. Man ist auch gut fündig geworden. Man hat sowohl Artefakte gefunden und konnte feststellen, dass weitere Grabungen nötig seien.

Ich hatte das Glück, einige der Aufschlussorte besichtigen und Fotos nehmen zu können (Siehe auch einen Artikel aus dem Hagener Boten: Ausgrabungen). Eine Grabung lag auf der Wiese zwischen Braunem Hirschen, RHB und Hopfenbachquelle. Ich hatte ja schon angedeutet, wo am meisten zu finden sei (Wege im Forst).

Dies ist also eine kleine Auswahl von aktuellen rd. Buchstäblich: Das sind aber Fundstücke aus allen Epochen.10.000-Jahre-alten, aber geputzten Fundstücken auf der Hand der Ausgrabungsleiterin, im Vergleich mit einem 2-Cent-Stück. Die Stücke werden dann zu den anderen rd. 10 Millionen Exponaten kommen, die zum Beispiel im Archäologischen Landesmuseum in Schleswig aufbewahrt werden.

Ein Ausgrabungsort (die Sträucher links stehen auf dem Wall des RHB) und eine Probentüte:

Die Archäologin gab an, dass zwar die Pfeilspitzen ganz schön seien, eine Steigerung aber der Fund von menschlichen Überresten aus der Zeit - dann wohl Knochen - wäre. Tja, so hat jeder seine Träume …

Dieser Traum bezieht sich wohl darauf, dass mit Knochen DNS-Untersuchungen möglich wären. Dann könnte man auf die Herkunft der Verblichenen schliessen. Nun gibt es solche Untersuchungen bereits. Ein David Reich in den USA hat rund 600 Genome aus dem alten Europa analysiert und daraus auf die Wanderungsbewegungen geschlossen (siehe zum Beispiel einen populären Artikel in theatlantic).

Seine Folgerungen: Vor 40.000 Jahren ersetzten “moderne” Menschen die Neandertaler. Diese wurden vor 36.000 Jahren durch andere Sammler und Jäger abgelöst. Dann kam das Eis. Die Menschen zogen sich zurück in die südlichsten Spitzen Europas - Spanien, Griechenland, vielleicht Anatolien. Aus diesen Gebieten breiteten sie sich nach dem Rückzug des Eises wieder nach Norden aus - zu diesen Gruppen dürften die Ahrensburger Sammler und Jäger gehört haben.Alfred Rust und vor ihm Gustaf Kossinna haben insofern auch wissenschaftlich ziemlich daneben gelegen mit ihren “arischen” Hypothesen. Welche Untergruppe das hier war, interessiert Archäologen halt. Vor 9.000 Jahren wurden die Sammler und Jäger fast vollständig ersetzt durch eine eingewanderte bäuerliche Bevölkerung, die aber vor 5.000 Jahren erneut durch ebenfalls seßhafte Leute aus den Steppen ausgetauscht wurden. Ab hier kann man (vielleicht) von einer Urbevölkerung Europas sprechen, die aber danach noch reichlich ergänzt, durchmischt und verschoben wurde.

Das Ersetzen und Ablösen muss übrigens nicht gewaltsam passiert sein - man denke nur an das Ausrotten der indianischen Völker durch Krankheiten, die von den Kolonisatoren eingeschleppt wurden.



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NSG Schwarzes Moor

Ein Problem für die geneigte Leserschaft mag jetzt sein, dass ich ganz in der Nähe dieses Teilstücks des Naturschutzgebietes Tunneltal wohne - ich komme da sehr häufig durch, daraus resultieren viele Bilder :-)

Teilstück heißt, dass es ein paar hundert Meter vom eigentlichen NSG entfernt liegt. Es gibt nur eine schmale unverbaute Verbindung zwischen den beiden Teilen; eine Straße liegt ebenfalls dazwischen. Das ist problematisch für die Wanderung der Amphibienpopulationen (Risiko des Überfahrens) Zahlen zu den gefangenen bzw. transportierten Amphibien, besonders zu deren zeitlicher Entwicklung, habe ich inzwischen erhalten (s. Unten).aber es gibt zwischen Forst Hagen und Siedlung am Hagen einen Amphibien-Zaun, nebst -tunnel, und -träger (die transportieren die in Eimern gefangenen Frösche und Kröten weiter).

Zaun und Tunneleinlass:

Immerhin, auf dem Zwischenstück gab sich ein Kranich die Ehre.

Natternstieg

Es führt ein kleiner Weg durch das Gebiet - der Natternstieg. Das ist der Verbindungsweg zwischen Pionierweg und der schon bekannten Hagener Allee; auf der anderen Seite der Allee beginnt ein Sportplatzgelände.

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Die Aufnahmen ab hier sind praktisch auf dem gleichen Fleck des Natternstiegs entstanden - vielleicht innerhalb von zehn Metern. Sie unterscheiden sich durch Tages- und Jahreszeit, Ausschnitt, verwendetem Objektiv (beim ersten Bild der Serie war es ein Fisheye) und nachträglicher Bearbeitung. Das ist schon eine hübsche Ecke …

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Biegung nach links, dann rechts …

Im Winter: Man beachte, wie das Moorwasser das Eis braun färbt.

Wie auf praktisch allen Gewässern im NSG, entweder Algen- oder Entenflottblüte.

Manchmal ist auch der Natternstieg überflutet (Hm, sollte ich einen Holzsteg - schwimmend - fordern?).


Teich Schwarzes Moor

Die Hauptattraktion des NSG ist ein sog. Toteisloch aus der Eiszeit, das zu einem Teich wurde.Als man noch unsensibel gegenüber solchen Überbleibseln aus der Eiszeit war, hatte man geplant, hier einen Sportplatz anzulegen. Man hat sich umentschieden (damals wegen der Kosten) und hat Sportplatz und Sonstiges um 400 Meter verschoben.

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Der Teich ist von Bäumen eingefasst; er besitzt einen (attraktiven?) Schilfgürtel.

Wie immer, auch Winterbilder:

Versunkene Baumstämme; der obere ist im späten Abendlicht aufgenommen.

Ein Teil des NSG Schwarzes Moor entwässert, wie im folgenden Bild zu sehen, in die Kanalisation der Siedlung Am Hagen (im Rücken des Beschauers befinden sich Pionierweg/Jonny-Loesch-Weg) und taucht dann irgendwann im Rückhaltebecken am Braunen Hirschen auf. Wo es dann zum Hopfenbach wird.

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Ein anderer Teil des Wassers mag via Dänenbek im NSG Dänenteich und dann irgendwann in der Wandse landen - schwer zu sagen. Dies ist das Bächlein im NSG Höltigbaum mit obligater Unterführung einer ehemaligen Panzerstraße.

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NSG Dänenteich


Auf älteren Karten ist im Gebiet ein größerer Teich oder zumindest eine ziemlich feuchte Wiese eingezeichnet. Das Interessante ist ein Absperrdamm im Süden (siehe am unteren Bildrand). Nix mehr von da, man hat wohl irgendwann einmal Flurbereinigung und verstärkte Entwässerung betrieben. Die Umrisse des alten Dänenteichs sind in der Landschaft aber noch zu erkennen.

Dies möchten Reste des alten Dänenteichs sein:

In den letzten Jahren ist das Gebiet aber aufgewertet worden - ein (neuer) Teich ist wieder vorhanden. Allerdings könnte die Wasserführung wohl konstanter sein. Im Bild in der rechten oberen Ecke der Teich (sind die hellen Stellen noch bloß und schier von den Erdbewegungsarbeiten oder vertrocknete Vegetation?), der Hauptteil des NSG befindet sich rechts davon.

Ich hatte das Gebiet (und den Teich) nach starken Regenfällen besucht. Die Randwälle wirken noch relativ frisch und sind nur mit Gras und Kraut bewachsen, aber der Teich führt Wasser.Und ohne Entenflott …


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Mittendrin stehen Büsche; normalerweise wachsen sie wohl im Trockenen auf einem Inselchen.

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Der obligate Findlingshaufen:


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Man hat vom NSG Dänenteich einen prächtigen Blick auf die Müllverbrennungsanlage Stapelfeld.

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Als besonderes Schmankerl: 3 (in Worten drei) Kraniche. Ein bisschen weit weg, das muss ich zugeben, aber ich wollte nicht stören.

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Zentral-Süd

Wiesen

Das nächste Bild zeigt vielleicht den Ursprung des Stellmoorer Quellflußes; direkt an der Straße Brauner Hirsch in der Nähe des Bahnübergangs. Es gibt ein Einleitungsrohr an der Straße bzw. dem Bahnübergang, das in diesen Graben mit der Entenflottmasse mündet (ohne erkennbare Strömung).

Auf jeden Fall ist es nicht - wie von der Fa. Google angegeben - Die Naturschutzbehörde will immerhin prüfen, wie sie den Fehler ausbessern kann.die Fortsetzung des Hopfenbachs in Richtung Hamburg. Dieser Fehler taucht auch im Pflege- und Entwicklungsplan der hamburgischen Naturschutzbehörde für die NSG Höltigbaum/Stellmoorer Tunneltal auf.

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An dieser Stelle schon mal der Lauf des Stellmoorer Quellflusses (immer nahe der Eisenbahnlinie); wir kommen drauf zurück.

Auf der Wiese findet sich nahebei eine Astbrücke zwischen zwei Weiden mit einem Bäumchen drauf - da hat sich jemand viel Mühe gemacht.

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Hm, nicht mehr ganz so tadelloser Erhaltungszustand …

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Am Rand der Siedlung Am Hagen / des Krattwaldes führt ein Weg entlang. Der Blick über das Tunneltal ist schon recht ansprechend, besonders, wenn sich im Herbst die Blätter färben.

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Aber auch im Frühling sehenswert.

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Ein einzelner Baum in einer nicht bewirtschafteten Fläche.

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Aber die Wiesen sind Weiden, dort grast auch eine Rinderherde mit den Kälbern. DieZum Beispiel zwei Großvieheinheiten/ha Tiere entsprechen in Anzahl und Rasse den “gängigen” Auflagen in einem Naturschutzgebiet?


Es gibt auch andere Rinderrassen im NSG …


Kratt

Reste ehemaliger Krattwälder sind im ganzen NSG zu finden. Das waren Wälder, die vormals zur Produktion von Feuerholz und Gerberlohe verwendet wurden;Der Wald selbst gehört (eigentlich) nicht zum NSG.Drawing53.637556, 10.207590 dafür wurden sie alle 10 Jahre “auf den Stock” gesetzt. Im Laufe der Zeit resultierten daraus bizarre Wuchsformen.

Man hat das Beschneiden schon vor Jahren aufgegeben, wegen mangelndem Bedarf an Feuerholz und natürlichen Gerbstoffen.

Hier hat sich immerhin der Name enthalten. Wenn auch im Kratt inzwischen die Nadelhölzer überwiegen …


Im Waldstück findet sich übrigens die Grabstelle der Familie Meier, den vormaligen Besitzern. Wie man hört, gab es einen Deal über Graberhaltung und -pflege sowie die jetzigen Besitzverhältnisse.

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Hier die schon vorhin angesprochene Fläche neben dem „Krattwald“. Die Schilder stehen gerade. Der schräge Hang der Ackerfläche entwässert direkt ins Tunneltal (man beachte auch die Fahrspuren).

Nur wegen der Kuriosität: Der Radfahrer auf seinem Mountainbike (links im fast-goldenen Schnitt des Bildes) nutzte die Fahrspuren und das Gefälle um – huii – hinunter zu brausen und auf dem Weg am Krattrand zu verschwinden …

Wie gesagt, nach mehrmaligem Abschneiden der neuen Stämme entwickeln sich verdrehte Formen.

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Hier der Baum etwas stilisierter:

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Schon stärker ausgewachsen:

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Zäune

Folgt man dem Hagenweg in Richtung Rahlstedt, findet man einige interessante Zäune bzw. Absperrungen.

Auf der Fläche, die von diesem prächtigen Zaun abgesperrt wird, stehen bunkerähnliche Gebäude. Obwohl sie weit in das NSG hineinreicht, gehört sie nicht zum NSG.

Die restlichen fünf Absperrungen aus der Gegend sind dagegen nur visuell interessant.


Poggenbrook

Der Poggenbrook ist eine geteerte Straße, nagut, eher ein Sträßchen. Es ist Teil des NSG.

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Hier hat man einen weiten Blick von der Höhe ins tiefe Tal - bis zur Bahnlinie. Unten im Tal wird der Stellmoorer Quellfluss überquert.

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Rechts und links Schilfflächen.

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Auf den Koppeln wurden Pferde gehalten. Zur Zeit der Aufnahme zum Teil unter beklagenswerten Bedingungen. Jetzt werden dort wohl Rinder weiden.

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Es gibt dort eine Hundeschule. Deren Zukunft scheint mir wegen des Bahnausbaus, ähem, schwierig …

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Wie beschrieben, endet der Poggenbrook an der Bundesbahnlinie:

Der Bahnübergang zum Nornenweg. Drawing53.633824, 10.195859





Talgrund

Der Poggenbrook geht über in einen schmalen Weg entlang der Bahn. Hier hat man wieder einen schönen Blick über das Tal. Für meinen Geschmack den “deutlichsten”, was die Tunneltalanmutung angeht.

Zunächst im Talgrund: Entlang der Zaunpfähle sollte der Stellmoorer Quellfluß fließen. Aber es war Sommer und er war ausgetrocknet.

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Ein paar Moose und Flechten auf den dortigen Zaunpfählen.

Pferde werden auch hier geweidet. In den letzten Jahren weniger, nach Problemen mit dem Bahn-Verkehr. Auch hier nun wieder Rinder.

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Man hat hier das Gegenbild zu dem interessant umzäunten Gelände einige Bilder vorher. Hier sieht man, wieweit das Grundstück ins Tunneltal hineinreicht.

Weitere Panoramen.

Von verschiedenen Stellen aus kann man den Funkturm und einen Müllberg sehen. Immer im Gegenlicht - es muss an der Himmelsrichtung liegen.

Gibt natürlich auch andere Beleuchtungssituationen.

Im Talgrund liegt eine Reihe von Teichen.

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Dies ist ein etwas größerer Weiher.

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Der Stellmoorer Quellfluss muss auf dem Weg vom Poggenbrook wieder überquert werden. Selten, dass hier so viel Wasser vorhanden ist.

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Eine kleine Holzbrücke führt hinüber.


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Die auch schon in die Jahre gekommen ist …

Ich kann und will die Betonröhren-Unterquerung der Bundesbahnlinie durch den Stellmoorer Quellfluss nicht unterschlagen. Sie ist von der Brücke aus ein wenig weiter in Richtung Bahn zu finden. Im oberen Bildteil ziemlich am Rand die Schienen. Was das weiße Objekt da drunter ist? Ein Schlauch vielleicht?


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Hagenweg

Von der Brücke biegt man in diesen Weg ein. Oben liegt wieder der Hagenweg - der kleine waagerechte Strich.

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Dies ist das Gegenbild dazu; vom Hagenweg nach unten fotografiert. Ach, ganz anders - Winter? :-)

Blick vom Hagenweg in Richtung Eisenbahn

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Vom Hagenweg zum Dassauweg

Ein recht altes Bild; in der Dämmerung aufgenommen und stark bearbeitet, um das Bildrauschen zu verringernDrawing53.622468, 10.175053






Dies war der vormalige Bahnübergang Dassauweg.




Nun das jetzige Brückenbauwerk. Sehr fotogen … Wie man hört, muss es abgerissen werden, um vier Gleisen Platz zu geben.

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Wo wir grade bei der Bahnlinie sind. Bei deren Bau hatten sich die Ingenieure überwiegend an den Rand des Tunneltals gehalten - blieben also auf festem Grund und vermieden Steigungen. Nur einmal wurde das Tal gequert.

Dies ist eine stark überhöhte Reliefkarte des Stellmoorer Tunneltals von A. Grube aus einem Rahlstedter Jahrbuch. Danach kann man das oben Gesagte gut nachvollziehen.

Was den Ausbau der Eisenbahnlinie betrifft: Dafür werden im Bereich des Tunneltals ganz überschlägig zehn Hektar verbraucht. Wieviel davon NSG-Gebiet ist? Hm, vielleicht die Hälfte?

Vom Dassauweg kommt man rechts abbiegend wieder in das Tunneltal. Zunächst Findlinge …

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Der Abhang ist hier sanft geschwungen. Die Fläche wird wohl zur Heugewinnung verwendet?

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Die markantesten Bauwerke sollen nicht unterschlagen werden (Hochspannungsmast und -leitung, Sendemast, Eisenbahnlinie).

Ein kleines Wäldchen:

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Auch hier liegen eine Reihe von kleinen Teichen, nur - mir ist es nicht gelungen, den ähem, besonderen Zauber dieser kleinen, oft auch ausgetrockneten Tümpel einzufangen.

Deshalb als Ersatz eine Schafsherde nebst Edelstahl-Schäferstab.


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Aber zurück über die Bahn … HB_STT1_sw_3.png





Müllberge

Die zwei Müllberge gehören natürlich nicht zum Naturschutzgebiet. Sie wurden zwischen 1974 und 1982 aufgeschüttetIn der näheren Umgebung befinden sich weitere Ablagerungsflächen.; das NSG erst 1998 eingerichtet. Abgelagert wurden Hausmüll, Sperrmüll, “hausmüllartige Abfälle”, Boden und Bauschutt. Man hat sie wie Drumlins Siehe: Drumlin. Das Ensemble war anfänglich auch unter dem Namen "Meiendorfer Schweiz“ bekannt. Und ob man damals schon an Drumlins gedacht hat, oder ob schlicht technische Gründe zu dieser Form führten, wer weiß? geformt - irgendwie skurril - aber, falls das die Absicht war, ist Verpackung natürlich wichtig. Die Form wird sich im Laufe der Zeit ändern - je nachdem, wie viel vom Inhalt vergast und wie die Hohlräume zusammensacken.

So eine Deponie bildet also durch Vergärung Deponiegas, das entweder verstromt oder zur Not abgefackelt wird. Siehe eine Bürgerschaftsdrucksache zum Thema und dort weitere Hinweise. Die Kosten für die Instandhaltung und Wartung der Entgasungseinrichtung sind übrigens höher als die Einnahmen durch den Stromverkauf. Die Entnahme des Deponiegases mag noch 20 bis 30 Jahre andauern - danach entsteht natürlich immer noch Gas … dann mag es aber so wenig sein, dass es keine “relevante Emission” mehr ist.

Für die Vergärung muss Feuchtigkeit vorhanden sein - will sagen, der Regen dringt ein. Die Menge, die nicht für die Gasentwicklung verbraucht wird, läuft an der Seite oder unten wieder raus. Zitat aus einer Drucksache: “Die Emissionen der Deponie werden sehr umfangreich überwacht. Das Überwachungskonzept sieht die Untersuchung des Grundwassers im Umfeld der Deponie, des Oberflächenwassers der Deponie, des Sickerwassers und die Untersuchung der umliegenden Gewässer vor … Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden keine relevanten Emissionen festgestellt.” Hm, ja, es gab 2009 eine den Deponien zugeordnete “Kostenbeteiligung für den Trinkwasseranschluss der Siedlung am Hagenweg durch die Hamburger Wasserwerke GmbH (HWW)”. Warum wohl?Unterwegs kann das Wasser gegebenenfalls die löslichen Bestandteile der Deponie herauswaschen. Auf der einen Seite der Deponien liegt das eigentliche Tunneltal mit der Bahnlinie (der Bahnkörper ist sicher sehr fest- und dichtgerüttelt), auf der Anderen die Wandse und darunter das Grundwasser …

Mich persönlich würde auch der abgesetzte Schlamm im Wandse-RHB interessieren, das Flüsschen trägt wohl vieles mit sich. Aber es dauert seine Zeit, bis es bewohntes Gebiet erreicht. Die Schilfflächen und vielen Windungen unterwegs helfen auch. Was soll schon passieren …







Der Hauptberg von nahem (der schüttere Bewuchs liegt übrigens am Deponiegas):

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Und obendrauf (es ist nicht nur ein Sechserpack):

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Die Sicht von oben: hier würden mich Bilder aus anderen Jahren mit dieser Aussicht interessieren, um festzustellen, wieweit die “offene Weidelandschaft” im NSG Höltigbaum zuwächst. Ist natürlich in diesem Essay, wo das NSG Stellmoorer Tunneltal behandelt wird, kein Thema.


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Und die Aussicht in Richtung Hamburger Innenstadt. In Verlängerung der Strommasten ist der hamburgische Fernsehturm zu erkennen:

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“Prärie”

Ein Zitat aus Wikipedia:

“Auf sandigen Hügelkuppen und sonnigen Hängen wachsen bis heute trockene Magerrasen. Besonders typisch sind die savannenartigen Grasfluren mit Rot-Schwingel- und Rot-Straußgras. Eingestreut in die Landschaft finden sich Reste von Sand- und Lehmheiden.”

Ich könnte es nicht besser beschreiben :-) Die “Grasfluren” sind jedenfalls etwas ausgesprochen Sehenswertes.

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Im Laufe der Jahreszeiten:


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Nach längerer Trockenheit:

Dass ich hier interessante Wolkenformationen aufnehmen konnte, hat bestimmt mit der Weite der Landschaft zu tun.

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Einige Tiere sollen auch gezeigt werden. Hm, bei näherer Betrachtung: Liefen die Schafe hier oder auf einer Fläche in der Nähe? Na ja, allzu weit weg kann es nicht gewesen sein.

Den Frosch gab es auf dem weiter oben gezeigten Weg:

Die Blindschleiche auch:

Die Patronenhülse auch; vermutlich ein Überrest der militärischen Nutzung.

Tja, bei dem massenhaften Auftreten von Gespinstmottenraupen sind die Büsche bald kahl gefressen. Sie kümmern dann dahin …

Hier noch die angesprochenen Heideeinsprengsel; die Flächen sind wirklich klein.

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Tja, weiß nicht, was es ist (vielleicht Malven). Sieht aber hübsch aus:

Die Kräuter und Gräser sind auch im Winter dekorativ.

Das Schilf auch. Hm, die Bilder fangen an, sich zu ähneln?

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Abschnitt 4

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Busch-Berge








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Ab hier beginnt eine andere Vermessung der Welt, äh, des Stellmoorer Tunneltals. Jedenfalls unterscheiden sich die Wegmarkierungen von den Ahrensburgischen. Wir befinden uns am Rande der Buschberge.



Zu den Buschbergen gehört der Fattsbarg; hier der Zugang vom Hagener Weg.

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Das linke Bild des Motivs zeigt den Aufstieg, das andere - als Gegenbild - den Abstieg. Die grünen Stangen sind Telegrafenmasten.

Da wir bei solch technischen Motiven sind: Passen sich die Hochspannungsmasten nicht ausgezeichnet den kahlen Ästen an? Selbst der Kondensstreifen nimmt die Linien der Bäume auf.

Es gibt einige alte Bäume, aber großenteils sind das relativ junge Aufforstungen. Die ehemalige Krattwaldnutzung ist noch zu erkennen.


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Eine Wucherung - ein altes Bild.

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Buntspecht mit Jungvogel:

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Der Weg von den “Bergen” hinunter zum Wandse-Rückhaltebecken.

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Das folgende Bild paßt eigentlich nicht ins Naturschutzgebiet - aber es soll nicht unterschlagen werden.

Trotzdem es ein geschütztes Gebiet ist, findet sich eine Aufgrabung. Kiesgewinnung, geologischer Aufschluss, Ausgraben eines Tierbaus? Rätselhaft, vor allem, weil die Ecke schwer zu erreichen ist.

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Wandse

Zunächst der Flußlauf:

Die Wandse durchquert ja das ganze Naturschutzgebiet Höltigbaum/Stellmoorer Tunneltal. Der Stern auf der “Regionenkarte” deckt aber nur einen Teil des Flußlaufs ab (ich hätte ihn langziehen sollen).

Hier der Eintritt der Wandse ins NSG Höltigbaum unter dem Ahrensburger Weg aus Richtung Braak. Im Frühjahr zu Zeiten der Schneeschmelze aufgenommen; die Wassermenge kann im Sommer zu einem Rinnsal werden.


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Wie weiter vorne schon mehrfach beschrieben, kommt ein Großteil des Oberflächenwassers von außen - in diesem Fall aus dem fernen Braak. Schadstoffe werden ebenfalls eingetragen und werden manchmal entfernt. Hier ist eine über die Wandse gelegte Ölsperre zu sehen, das Öl wird vom inneren Material aufgesogen:

Dieses Bild zeigt den allerersten Wandseübergang.

Dann drei alte Aufnahmen, die in der Nähe der Müllberge entstanden sind.

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Dieses Foto mag während der ersten Renaturierungsphase der Wandse entstanden sein.

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Tja, welche Binsenart ist das?

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RHB-Wandse

Dem Flusslauf folgend, kommt man zum Rückhaltebecken - das ist schon ein kleiner See.

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Das Becken scheint stark verlandet zu sein.

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Das Bild ist nach einer längeren Trocken- und Wärmeperiode aufgenommen. Das RHB ist schlicht umgekippt.

Nach langer Trockenheit drängen sich die Vögel in den verbliebenen Wasserflächen. Hinzu kommt der Stress der Mauser.

Man findet eine reiche Fauna. Tja, eine Azurjungfer?


Und dieses eine Binsenjungfer?


Reiher gibt es etliche, ich habe einmal 6 (in Worten sechs) im Wasser stehend und auf Bäumen sitzend gesehen.

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Die obligaten Schwäne (im Eis).

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Die Schwäne im Eis leiten zu einigen Winterbildern über.

Dies ist das technische Ende des RHB; Pegel, Auslasssteuerung und Auslassöffnung. Was da aus der Betonröhre strömt, ist die Wandse. Der Beton ist scharf abgebildet, die Blasen sind unscharf. Das ist Bewegungsunschärfe - die Strömung war recht stark.


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Ebenfalls die Wandse, von gleicher Stelle, aber in Fliessrichtung aufgenommen.

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Hier nach der erwähnten Trockenperiode.

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Der Auslass des RHB geht bald in einen renaturierten Teil des Flusses über. Mit (viel) Glück sieht man einen Eisvogel über dem Wasser (der ist zu schnell, keine Chance für ein Foto …).

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Wandse-Tal

Zwischen Buschbergen und Wallberg Wenn die Bezeichnung “Berg” im Text gehäuft auftaucht, finde ich das hier in der Norddeutschen Tiefebene irgendwie rührend. Na ja - bin wohl zuweit gereist.sind eine Reihe von Wiesen zu finden.

Die nächsten vier Bilder sind von der Eisenbahnbrücke Dassauer Weg in Richtung Dickwisch mit einem starken Teleobjektiv aufgenommen.


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Die Pferde wärmten sich in der Sonne.


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Zwei Väter? Ach nein, da fehlen entscheidende Teile.

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Wallberg

Nicht zu verwechseln mit dem Wallberg. “Dank seiner einmaligen Lage ist der 1.722 Meter hohe Wallberg einer der meistbesuchten Gipfel des Mangfallgebirges usw.”Folgt man dem Herdenpfad, kommt man zum Wallberg, einer der “einzigartigen geologischen Sehenswürdigkeiten” Hamburgs, beziehungsweise ein “sehr seltenes Naturdenkmal”. Also - Wallberge, auch Oser, Os, Ås, oder Esker genannt, sind Aufschüttungen von Kiesen und Sanden aus einer Eiszeit. Drawing53.620066, 10.175852 Es gibt verschiedene Modelle ihrer Entstehung.






Zunächst noch Galloway-Rinder auf der rechten Seite. Es nieselte, deshalb glänzt das Fell. Ich habe immer Probleme, die Augen zu lokalisieren; die sind sicher tiefschwarz.

Der Zugang zum NSG und damit zum Wallberg liegt am Ende des Herdenpfads. Man passiert ein Gatter. Klar - man muss die Rinder irgendwie zurückhalten. Dafür sind doch aber eigentlich die Zäune da? Dass Besucher deswegen durch den Matsch des Zugangs müssen (es geht ja nicht anders), ist doch irgendwie nicht im Sinne des Erfinders. Einige Eimer Kies irgendwer?


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Nachtrag Sept. 2018: Man tat etwas!

Nun aber zum Wallberg: Hier die Sicht über einen kleinen Teich rechts vom Herdenpfad mit einem Superweitwinkel. Der kleine Huppsel am Horizont ist der Beginn des WallbergsJa, es ist runtermachend. Und nicht mal ein besonders gutes Bild ….



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Nun die “Normalobjektivsicht”. Links in der Mitte der Wallberg.

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Dies ist ein schwaches Tele und im Frühjahr aufgenommen. Nun wirkt der Berg beeindruckend. Das ist wohl die “offizielle Sicht” …

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Jetzt der “Aufstieg” zum Wallberg. Die Abendsonne vergoldet zwar alles, aber es war Winter, deshalb gibt es kein gnädiges Laub …


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Der Gipfelpfad. Irgendwie enttäuschend; ich fühle mich dem Läufer Saffti (vorne beim Lümmellauf) irgendwie verbunden, der die dargebotenen Sehenswürdigkeiten auch nicht so recht zu würdigen wußte.

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Zu einer anderen Jahreszeit …

Das sind also Kies- und Sandablagerungen aus der Eiszeit. Die sind aber nur noch zum Teil vorhanden, das muss man feststellen. Der Wallberg ist ziemlich gerupft und an mehreren Stellen unterbrochen. Durch Kiesabbau, natürlich.

Aber keiner soll sagen, ich hätte mich nicht bemüht: hier ein Blick über die Vorderste Wiese von der Straße Höltigbaum (viele Zweige vom Straßengrün im Vordergrund).

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Doch, doch, die Erhebung in der Bildmitte ist ein Teil des Wallbergs. Immerhin gibt es ein paar verwilderte Apfelbäume.



Wandse-Niederung

An einer Stelle gibt es eine natürliche Unterbrechung des Wallbergs - eben durch die Wandse.

Wenn man hätte dabei sein können, als es passierte … Die Wassermassen der aufgestauten Wandse steigen höher und höher, bis der Gipfel erreicht ist. Dann leckt eine kleine Wasserzunge über den Wall, fließt auf der anderen Seite hinab, nimmt ein wenig Sand und Kies mit sich. Das Rinnsal verbreitert sich, reißt eine Bresche - dann folgt die ganze aufgestaute Wassermasse der (Ur-)Wandse. Wahrscheinlich donnernd. Die Welt, ähem, zumindest das Tunneltal, hält den Atem an …

Nun, heutzutage - man steigt vom Wallberg herunter in das Wandse-Tal. Mit Glück war es trockenes Wetter in den vorigen Tagen. Wenn nicht - man befindet sich auf einem matschigen Weg; zum Teil ist es ein Knüppeldamm:

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Hier kurz vor der Brücke über die Wandse, dann hinter ihr und folgend der Blick vom neu bestiegenen Wallberg: Matsch!


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Auf der Brücke.






Der Blick von der Brücke in eben das Flußtal. Dies ist allerdings wieder eins der “Highlights” des NSG (und ohne Entenflott):

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Leider – nach der erwähnten Trockenperiode ist alles ausgetrocknet.

Folgt man dem Weg über den Wallberg, kommt man zur (zweiten) Wandse-Brücke. Ein Nachher

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und Vorher-Vergleich ist möglich.

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Die Bahnlinie verläuft direkt neben der Wandse; der Bahndamm ist höher als der Wallberg. Dies erinnert an eine stillgelegte Strecke bei Trittau/Hamfelde (Am Bahndamm). Man hatte dort den Bahndamm bestehen lassen und keinen Fahrradweg drauf gebaut - er wächst jetzt zu. Über einige Jahrzehnte mit schwerem Gerät durchgerüttelt, ist er sicher stabil. Nach tausend Jahren oder so, wird man ihn zur archäologischen Sehenswürdigkeit erklären …


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Nach Trockenheit ists aus mit der Wandse…

Man steigt den Bahndamm empor und befindet sich neben den Schienen auf der Verlängerung des Hagenwegs.

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Der Blick zurück …

Hier ist nochmal die Wandse-Niederung mit Wallberg vom Weg an der Bahnlinie aufgenommen. Da mit einem Weitwinkel fotografiert, wirkt der Wallberg (leider, äh, wirklich) wieder ziemlich unscheinbar.

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Wäre man vorher links vom Wallberg abgebogen, wäre man zur Vordersten Wiese (die letzte vor Hamburg?) gekommen. Man sieht im Hintergrund schon die Hochhäuser Rahlstedts. Die Böschung davor trägt die Straße Höltigbaum (beträchtlich höher als der Wallberg :-) ).


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Nochmal von der Seite:

In dieser Ecke, die von der Straße Höltigbaum und der Eisenbahn gebildet wird, endet der Weg und dieser Teil des NSG.

Zunächst überquert man aber die dritte Brücke über die Wandse.

Die geneigte Leserschaft wird sich schon gefragt haben, wo das Bild der Unterquerung der Bundesbahn bleibt. Hier ist es (beide Seiten!):

Wegen der Dokumentationspflicht wird eine dortige Teilbank gezeigt:

Auf dieser Seite der Bahn endet hier das Stellmoorer Tunneltal; man muss hinüberwechseln. Von der Straße Höltigbaum aus aufgenommen; links und rechts das NSG.

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Um den Glindkamp



Die zentrale Straße in diesem Teil des NSG ist der Glindkamp.

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Hier findet sich auch wieder der Stellmoorer Quellfluss; oberes Bild und unten ganz links, noch hinter dem Pferd (vom Dassauweg aus aufgenommen).


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Die vorherrschende Landschaftsform besteht aus - wenig überraschend - Wiesen.

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Der Blick über eine Wiese: Sind das auf der anderen Seite Riesen-Bärenklaustauden und eine von der Miniermotte geplagte Kastanie?

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Es war gerade Mahdzeit. Die Muster sind durchs Terrain und Ausschnittwahl entstanden. Ich glaube nicht, dass vom Bauern eine gestalterische Absicht verfolgt wurde.

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Im Übrigen: Bei näherer Betrachtung ein sehr kräftiges und einheitliches Gras: ein Produkt der “ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung”? Die Probleme sind wohl an beiden Enden des NSG gleich …

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Am Wegesrand:

Überwiegend stehen hier Pferde. Vielleicht liegt es daran, dass es in Meiendorf keine bäuerlichen Betriebe mehr gibt.

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Vielleicht sind die Koppeln deshalb reich bezaunt (durch ein Tele entsteht ein zusammengeraffter Eindruck):

Ich konnte - quer über das Tunneltal - leider nicht erkennen, was das ist. Zuerst dachte ich an Bienenstöcke - aber mit Henkeln? Dann an Dieselkanister - aber im Naturschutzgebiet? Batterien für die Elektrozäune? Na ja, die Taube ist erkennbar.


Wandse

Nochmal zur Wandse.

Es ist mit ein wenig peinlich, ein so bedeutendes Ereignis, wie den Zufluss des Stellmoorer Quellflusses in die Wandse mit so einem unübersichtlichen Bild dokumentieren zu müssen (von der Straße Höltigbaum aus aufgenommen). Der Quellfluss kommt von rechts oben, die Wandse fließt parallel zum unteren Rand. Die helltürkisige Fläche ist Resteis.

Hier ist es einfach nur noch die Wandse.


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Auf der anderen Seite der Bahn lag die “Vorderste Wiese”; ich erkläre diese zur “Letzten Weide”, damit ein Gleichgewicht hergestellt ist.

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Mit diesem Schild an der Straße Höltigbaum ist das Ende des Naturschutzgebietes Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltal erreicht. Ich hoffe, verehrte Leserinnen und Leser, Sie hatten Vergnügen an der Reise und haben etwas Neues erfahren.


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Ach, liebe Leserinnen und Leser, sie vermissen jetzt etwas? Haha, das soll jetzt kommen: Hier verlässt auch die Wandse das Naturschutzgebiet Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltal (standesgemäß) durch eine Röhre.

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Als Ausgleich noch ein NSG-konformes Bild (aus dem Gebiet „Am Kratt“):


Ökologischer Zustand des Ahrensburg-Stellmoorer Tunneltals

Für den hamburgischen Teil des Tunneltals gibt es seit 2015 einen Pflege- und Entwicklungsplan nebst Erhebung des Zustands des Gebiets. Für den Ahrensburger Teil liegt ein Entwurf eines Managementplans für die FFH-Gebiete und - Arten im Tunneltal (das sind der EU für den Naturschutz gemeldete wichtige Gebiete, Tiere und Pflanzen) vor. Das lässt über den Zustand des Naturschutzgebiets Ahrensburg- Stellmoorer-Tunneltal nachdenken.

Für ein Naturschutzgebiet könnte der Standort besser sein. Es liegt zwischen einer Großstadt und einem Mittelzentrum, Wohnbebauung findet sich direkt am und Landwirtschaft mitten im Gebiet, es wird von Bahnlinien zerschnitten und begrenzt, von Straßen durchzogen, erhält das Oberflächenwasser zum großen Teil von außen und ist „naturgemäß“ einem hohen Druck durch Freizeitnutzung ausgesetzt. Es ist recht klein und wegen der Vielfältigkeit sind manche wertvollen Teile dann zu klein, um langfristig stabil zu bleiben.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, den Zustand des Gebiets zu beschreiben. Zum Beispiel

  • als Besucher, der die Schönheit der Landschaft wahrnimmt,
  • als eine der (diversen) für den Naturschutz zuständigen
    Behörden, die die Lebensräume selbst und
    die dortigen Pflanzen und Tiere begutachten
    und vielleicht pflegen,
  • als Verband, der für die Gewässer inner- und
    außerhalb zuständig ist,
  • als Umweltorganisation, die sich unter anderem
    für die Pflege des Inventars verantwortlich sieht,
  • und so weiter. Ach, als Eigentümer dortiger Grundstücke,
    Jagdpächter, Hundebesitzer und Anlieger
    kann man es auch sehen.

Am einfachsten ist es für den Wanderer: Er nimmt das Gebiet als großzügig geschnittene Parklandschaft mit ein paar Teichen, Senken und Hügeln und einem Wald mit einigen alten Bäumen wahr – sehr schön.

Die Behörden müssen sich an den Zweck des Naturschutzgebiets und der FFH-Einsprengsel halten. Es dient der Erhaltung … „Von Sumpf- und Wasserpflanzengesellschaften mit Übergängen zu Bruchwäldern und Eichen-Birkenwäldern“. Leider gibt es für die rd. 290 ha des Ahrensburger Tunneltals keine auch nur halbwegs vollständigen Beobachtungsdaten, in denen zum Beispiel Anzahl oder Fläche und deren Entwicklung beschrieben wird – das sogenannte Monitoring. Natürlich gibt es Aufzählungen der Biotope (Birken- und Erlen-Bruchwälder, Dauergrünland, Gewässer), von seltenen Pflanzen (Knabenkraut, Laichkraut) und Tieren (Braunkehlchen, Eisvogel, Rohrweihe, Wachtelkönig) und so weiter.

Man muss sich für die Beurteilung behelfen. Die „Sahnestücke“ der Lebensraumtypen sind die genannten FFH-Gebiete. Das sind zum Beispiel „Hainsimsen-Buchenwald“ oder „Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen“. Die sind aktuell untersucht und mit dem Erhaltungszustand gut bis ungünstig beschrieben. Klingt passabel? Nur – die FFH-Gebiete umfassen bloß 29,3 ha, wird es in den 260 ha „Restflächen“ des ATT besser aussehen?

Und die Tiere? Im „FFH-Gebiet Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal vorkommende FFH-Arten nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie“ sind Schlammpeitzger (eine Fischart), Kammmolch und Moorfrosch. Diese drei Arten werden als Leitarten angesehen. Geht es denen gut und kommen sie häufig vor, sind auch die enthaltenden Gewässer, Wiesen und Wälder ökologisch in Ordnung. Die Populationsgrößen werden vom Peitzger als „verbreitet“, Molch als „verbreitet“ und Frosch als „Einzeltiere“, der Erhaltungszustand der Populationen als „ungünstig“, „gut“ und „keine Angaben“ beschrieben. Nun ja …

Wie oben beschrieben, betreibt der Verein Jordsand seit 1984 an der Straße „Am Hagen“ einen Amphibienzaun (nebst anderen). Dort fallen die Tiere auf ihrer Wanderung vom Normallebensraum im Forst zu den Laichgewässern vor und im schwarzen Moor in Eimer. Sie werden gezählt und dann über die Straße getragen. Also praktisch ohne Verluste durch den Straßenverkehr oder durch Eintrocknen oder gefressen werden, weil die Bordsteine nicht überwunden werden können.

Abgesehen davon, dass das jetzt generationenlange Engagement ausgesprochen verdienstvoll ist, sind auch die Datenreihen nützlich. Die Menge an Amphibien schwankt über die Jahre von wenigen bis zu hunderten Exemplaren. Da gibt es einen Zusammenhang mit dem Wetter; je kälter und ausdauernder der Winter, desto weniger Amphibien; zusätzlich wird das Kalken und Roden / Mulchen des Waldes eine Rolle spielen. Auch die Artenzusammensetzung ändert sich. Die hier interessierenden Kammmolche gab es zu Beginn selten, die Zahl stieg in den 1990ern an, jetzt sind sie wieder selten geworden.

Zum Neubau der „Hagener Allee“ gleich nebenan wurde von einem Gutachter in einer „Verträglichkeitsprüfung“ der Frage nachgegangen, ob es Amphibienwanderungen über die Straße gäbe und wie viele Tiere das seien. Das Ergebnis:„Von den insgesamt 95 dokumentierten Individuen entfallen 73 Funde (ca. 77%) aller Nachweise auf Totfunde.“ Wie viele Tiere es lebend schafften, wie viele beim Queren verstarben, aber gefressen oder weggetragen wurden, insofern von den Gutachtern nicht gezählt wurden, das ist unbekannt.Amphibien verenden in dieser Größenordnung seit Jahrzehnten auf der Straße (also seit es die Hagener Allee in dieser Form gibt), wie sie gleich um die Straßenecke mit Mühe „gerettet“ werden. Das Ganze in einem Naturschutzgebiet mit FFH-Gebietsanteil – unglaublich.

Festgestellt wurde aber auch an der „Hagener Allee“, dass der Kammmolch relativ selten ist. Man weiß also, dass die Art an sich schon selten ist und die Populationsgröße schwankt (bis zum fast nicht mehr Vorhandensein). Wenn man die Meldung von FFH-Kammmolchgebieten an die EU ernst nimmt, müsste man mehr für die Erhaltung tun. Das vermisst man – unter anderem – im Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltal. Vielleicht gibt es deswegen kein Monitoring des Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltals. Immerhin sind im oben genannten Entwurf des Managementplans für die FFH-Gebiete und -Arten diverse Pflegemaßnahmen für das ganze Ahrensburger Tunneltal angeregt. Man wird sehen …

Einige Gedanken zu den NSG

Für das Tunneltal gilt (ich verkürze mal und lasse Marketing, Lokalpatriotismus und Überhöhungen weg):

Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines eiszeitlichen Tunneltales und der zugehörigen Landschaftsformen. Eine bestimmte Fauna und Flora soll erhalten, entwickelt oder wiederhergestellt werden. Außerdem sind archäologische Fundstellen und Funde geschützt.

Das hat viel mit einem musealen Anspruch zu tun. Entwicklungen innerhalb des Gebiets sind danach neutral oder positiv, Einflüsse von außen kommen danach zwar vor, sie sind aber begrenzbar oder man kann ihnen entgegenzuwirken.

Das heißt, in einem NSG kann nicht gebaut werden, es dürfen keine schädlichen Einleitungen stattfinden, die ganzen Amphibien, Bodenbrüter, Kräuter nebst einbettenden Biotopen werden geschützt, gehegt, gepflegt beziehungsweise ergänzt. Dazu gehört die Erfassung des Inventars. Es wird reagiert, wenn irgendwelche Probleme auftauchen (ich habe immerhin nicht das Wort „umgehend“ in den Satz eingefügt).

Tja …

Was sind denn die Probleme?

Die von der Eisenbahn genutzte Fläche wird ungefähr verdoppelt (zusätzliche zehn Hektar?). Es werden streusalzhaltiges / verschmutztes Oberflächenwasser und Deponiesickerwässer eingeleitet. Von den landwirtschaftlich genutzten Flächen kommen (mindestens nährstoffreiche) Zuflüsse. Man findet etliche invasive Arten im Gelände. Aber auch durch einheimische Arten, hier sind besonders die Wildschweine zu nennen, wird die Fauna (Bodenbrüter, Amphibien) und Flora (Kräuterfluren), sagen wir, durcheinandergebracht. Der Nutzungsdruck durch Landwirtschaft und Bevölkerung ist groß. Die für den Naturschutz zuständigen Ämter sind personell und finanziell schlecht ausgestattet. Die nötige Überwachung und Pflege eines NSG kann deshalb nur unvollständig geleistet werden. Die Auftrennung der schleswig-holsteinischen Ämter in Kreis, Kommunen und andere Einheiten (hier: Landwirtschaftskammer für die Forsten) ist auch nicht förderlich. Das Marketing des Gebiets ist zum Teil fragwürdig, wenn nicht gar skurril. Möglicherweise vorhandenes Geld wird eventuell in Prestigeobjekte gesteckt.

Das sind die lokalen Probleme.

Die übergeordneten heißen Amphibien- und Insektensterben, Stickstoffdüngereintrag durch die Luft und Klimaveränderung.

Leider muss man feststellen, dass ganz, ganz Vieles nicht zu beeinflussen ist.

Immerhin gibt es eine Akzeptanz des Gebiets in allen Bevölkerungskreisen. Das NSG besteht ja auch schon seit einiger Zeit. Und es ist tatsächlich schwer zu bebauen. Es braucht den Bund, zwei Bundesländer und außenpolitischen Druck, um hier neu zu pflastern.

Aber: Ahrensburg könnte die Wasserbelastung verringern. Vielleicht indem das Wasser aus den Rückhaltebecken besser geklärt würde (Schilfflächen?) und die Becken öfter entschlammt werden. Anscheinend vorhandenes Geld sollte nicht in Prestigeobjekte gesteckt werden, sondern in den Naturschutz. Außerdem müssen die Wildschweine intensiv bejagt werden.

Flaschensammlung:

Anlage 1

Hierzu eine Vorbemerkung: Ich habe ungefähr vier Monate gebraucht, um dieses Werk zu erstellen. Diese Liste von externen Links habe ich ziemlich am Anfang zusammengestellt, um für mich einen Überblick und schnelle Zugänglichkeit zu benötigten Infos zu haben. Am Ende des Schreibens habe ich die internen und externen Links nochmal mit einem Programm auf Ansprechbarkeit geprüft (wie man das so macht). Dieses Teil meldet mir, das einige von den Links schon nicht mehr gültig sind - nach vier Monaten. Liebe Leserschaft, tut mir leid, ich mag nicht ständig ausbessern: die Links nebst Text geben soviel Hinweise, dass mit Google und/oder etwas Nachdenken, doch das Gesuchte gefunden werden sollte.

Beschreibungen des Ahrensburg-Stellmoorer-Tunneltals finden sich hierWikipedia, hamburg.de, Nabu, Jordsand. Was ein Tunneltal ist, wird hierGlaziale_Rinne erläutert.

Das NSG Höltigbaum wird hier beschriebenWikipedia, Rahlstedter Jahrbuch, Umweltbehörde.

Naturschutzgebiete werden von der zuständigen Naturschutzbehörde als solche erklärt. Für das Ahrensburger Tunneltal ist es die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet “Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal”Kreis Stormarn. Für den hamburgischen Teil des Tunneltals, das Stellmoorer Tal, gibt es die Verordnung über das Naturschutzgebiet “Stellmoorer Tunneltal”Justizbehörde Hamburg.

Für Höltigbaum können die Verordnungen hier gelesen werden: Hamburger TeilJustizbehörde Hamburg und Schleswig-Holsteiner TeilKreis Stormarn.

Die NSG sind auch sogenannte EU-Fauna-Flora-Habitate (FFH-Gebiete). Sie wurden nach Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie FFH-RL) als solche an die EU gemeldet. Das Ziel der RL ist es, ein zusammenhängendes System von Schutzgebietetn zu schaffenWikipedia. Das ist dann ein zusätzliches, das deutsche Naturschutzrecht überlagerndes Recht - was es schwieriger macht, in solch einem Gebiet Veränderungen durchzuführen. Übrigens habe ich zum Teil versucht, den Definitionen der FFH-Gebiete fotografisch zu folgen (als ein Bildbeispiel: Eichenwald mit saurem Boden).

Von der Weltnaturschutzunion gibt es ein System zur Klassierung von Schutzgebieten, den sog. IUCN-Kategorien, welches auch von den UN verwendet wird. Höltigbaum zum Beispiel wird in der IUCN-Kategorie IV gelistet (Habitat/Species Management Area (Biotop-/Artenschutzgebiet mit Management; das heißt, ein Schutzgebiet, für dessen Management gezielte Eingriffe erfolgen))Wikipedia.

Die Verordnungen alleine helfen noch nicht viel. Damit die unteren Naturschutzbehörden wissen, was zu tun ist, sollen sogenannte Pflege- und Entwicklungspläne (PEP) erstellt und veröffentlicht werden. Das kann eine lange Zeit dauern und sehr aufwändig sein. Für das Ahrensburger Tunneltal habe ich nichts gefunden (tja, gegründet 1982); vielleicht kommt aber ein PEP in 2018 (wie gesagt, es kann lange dauern). Für Stellmoorer Tunneltal/Höltigbaum (hamburgisch) ist der PEP 2016 erschienenPEP HB und STT (321 Seiten). Hat auch seine Zeit gebraucht, wenn man bedenkt, dass das STT 1978 und HB 1998 “verordnet” wurden, nicht wahr?

Ich wünsche viel Spass beim Durchlesen aller “Papiere” …

Betreut werden die NSG von vielen Institutionen und PersonenUmweltbehörde Hamburg, Kreis Stormarn, Stadt Ahrensburg, Revierförsterei Volksdorf, Naturschutzbund Deutschland, Stiftung Natur im Norden, Verein Jordsand, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Es sind noch mehr zu finden, wieweit sie aber (noch) aktiv sind, ist bei einigen Institutionen nur schwer festzustellen.

Die verwendeten Karten stammen von den Firmen Google, Microsoft und Strava, der OpenStreetMap-Organisation, alten und neuen Meßtischblättern sowie aus Veröffentlichungen der Städte Ahrensburg und Hamburg sowie des Kreises Stormarn.

Anlage 2

Foto- und sonstige Technik, Erstellung des Werkes

Einige Fragen und Antworten zu den Grundlagen

F: Womit knipsen Se denn?
A: Da sich die Aufnahmen über einen Zeitraum von ungefähr 20 Jahren erstrecken - mit allen möglichen Kameras. Wenn man von den “Taschenkameras” absieht, mit Nikon- und Fuji-Geräten. Ab 2017 mit Olympus- Und Panasonic-Kameras. Ich nehme grundsätzlich im Rohformat auf, also dem, was der Sensor direkt abliefert. Die Bildqualität wird besser und der Spielraum bei der Bearbeitung ist grösser

F: Und dann?
A: Das Umwandeln der raw-Dateien in tif-Files passiert im Konverter der Fa. PhaseOne, die Weiterverarbeitung “nach Geschmack” mit ACDSee und ein paar Photoshop-Filtern. Dann erfolgt die Umsetzung in jpg-Files gewünschter Größe und Qualität.

F: Aha, das sind dann die gezeigten Bilder?
A: Ja, diese Files werden als Sets gruppiert oder einzeln verwendet.

F: Und wie kommen die Texte zu den Bildern?
A: Nun, man nimmt ein geeignetes Programm und schreibt :-) . Hier ist das Typora; ein auf die Markdown-Syntax Markdown wurde von Daring Fireball entwickelt, die Originalrichtlinien sind hier zu finden. spezialisierter Editor. Der große Vorteil ist, dass dadrin die Bilder (die nur als Verweise vorhanden sind), html-Einschübe und eben die Markdown-Elemente neben dem bzw. im Text sichtbar sind.

F: Wie kommt das Ganze dann in den Browser?
A: Aus Typora heraus kann das endgültige html-File (hier index.html) erzeugt werden, das ein Browser dann als Fließtext mit Bildern und Überschriften und so weiter interpretiert.

F: Aha, und diese ganzen Randnotizen und die Bildumrandungen und die unauffälligen Unterstreichungen für Verweise und die Typografie?
A: Das sind zum Teil Stilelemente, die von dem schon genannten Edward Tufte in seinen Büchern und Texten verwendet werden. Dieser Stil ist “bekannt für die extensive Verwendung von Randnotizen, die enge Verknüpfung von Grafik/Bildern mit Text und eine gut aussehende Typografie”.

Dazu kommt ein Inhaltsverzeichnis auf der linken Seite, das durch ein Programm der Firma Bootstrap realisiert wird … und noch so manches, um eine halbweg einheitliche Darstellung auf verschiedenen Ausgabegeräten und Browsern zu ermöglichen.

Solch ein Stil wird heutzutage mit CSS-Files realisiert, in dem die Regeln für das Aussehen des Textes festgehalten werden. Der Browser liest die CSS-Files automatisch mit ein. So etwas findet man als Open-Source in den Github-Repositorien: zum Beispiel tufte- css. Das Ganze wurde dann noch ein ganz klein wenig an den eigenen Geschmack angepasst …

F: Und wo findet man das ganze Werk?
A: Auf meiner Website muella7. Normalerweise zeige ich dort Bilder; aber für “Stellmoorer Tunneltal” habe ich ein neues Verzeichnis mit dem html-Text, den Bildern, den CSS und den Schriften eingerichtet.

F: Ist das nicht alles furchtbar kompliziert?
A: Ja :-) . Ich habe manches von dieser Herstellungsweise lernen müssen. Bilder und Texte fabriziere ich schon immer, aber eine größere Menge Bilder sinnhaft mit strukturiertem Text zusammenzubringen, war wieder lehrreich für mich.

F: Wie lange hat es gedauert?
A: Brutto ungefähr zwanzig Jahre :-) , netto vier Monate. Das Fotografieren hat sich halt über längere Zeit erstreckt - immer mal wieder, ohne Druck und erst in letzter Zeit gezielt, um Lücken auszufüllen.

Dann hatte ich verschiedene Programme, die im Endergebnis ein vorzeigbares html-Bilderbuchformat “ausspucken” sollten. Leider harmoniert in dem Bereich Webentwicklung etliches nicht miteinander und die Dokumentation der Programme ist häufig unzureichend oder veraltet. Man muss vieles ausprobieren und immer wieder testen.

Da die Bilder aus unterschiedlichen technischen “Zeitaltern” stammen, mussten sie überwiegend neu entwickelt werden, um sie halbwegs einheitlich aussehen zu lassen. Weil jedes Bild anders ist, kann man es nur manuell erledigen und das kostet Zeit.

Ich hoffe, dass Sie Spaß an dem Bilderbuch hatten - über Rückmeldungen würde ich mich freuen.


muella7