Am Bahndamm

Am Bahndamm

Hans Werner Müller

14.06.2017, letzte Bearbeitung 30.04.2019

Bitte etwas Geduld beim Laden - Es sind viele (und große) Bilder


Am Bahndamm

Inhaltsverzeichnis



Einleitung


So mag es sich mancher vorstellen …

Die Leute, die gerne Eisenbahnlinien und Eisenbahnen fotografieren, nennen sich selbst im Scherz Dampfschnüffler und Schienenküsser. Ich dagegen bin ein Nekro-Dampfschnüffler - die beiden Bahnlinien, die ich hier fotografiert habe, gibt es nicht mehr. Sie sind seit vielen Jahren stillgelegt; die Schienen und Anlagen entfernt, die Stationsgebäude und Streckenwärterhäuschen abgerissen oder zu Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umgebaut worden. Natürlich blieben Brückenbauten und ähnliches erhalten. Die Bahntrassen wurden dann mehr oder weniger zu Fahrradwegen ausgebaut.

Ich bin auf das Thema durch Fahrradfahrten und Spaziergänge auf den ausgebauten Wegen gekommen. Für mich gehören diese Wege zum Naherholungsbereich, weil ich in Ahrensburg wohne. Einen Fotoapparat habe ich - wenigstens bei solchen Gelegenheiten - immer dabei. Irgendwann merkte ich, dass sich doch eine ganze Reihe von Bildern gesammelt hatten - inzwischen war ich in den meisten der an den Bahnlinien liegenden Orte: Bad Oldesloe, Brunsbek, Damker, Dwerkaten, Glinde, Grönwohld, Hamfelde, Hoisdorf, Langenlohe, Lütjensee, Möhnsen, Mollhagen, Siek, Schwarzenbek und Trittau.

Zur Abrundung bin ich noch gezielt an die Endpunkte der beiden Trassen gefahren: Schwarzenbek, Bad Oldesloe und Glinde (ja, ich weiß, dort gings noch weiter bis Hamburg, aber für mich endete in Glinde die Trasse am Spielplatz einer Kita). Übrigens fing die ganze Unternehmung in Trittau an …

Das war schon eine Menge Material. Durchs Internet habe ich dann gelernt, was die Linien waren, wer sie betrieben hat und was sie jetzt für eine Bedeutung haben.

Ich denke, ein eBook mit solchem Mix an Bildern und Text bezeichnet man am besten als Fotoessay. Der Schwerpunkt liegt jedenfalls auf den Bildern. Die sind zwischen Anfang 2016 und Mitte 2017 entstanden. Bis auf die ersten beiden Bilder (Straßenschild und Telekomhäuschen-Dampfzug aus Mölln), die Karten und einige alte Schwarz-Weiß-Bilder von der Webseite des Kreises Stormarn sind sie von mir auf oder an den beiden Bahnlinien genommen worden (Jaaa, die leidige Urheberschaft). Also - falls jemand die Bilder für nicht kommerzielle Zwecke verwenden möchte, kann er das gerne tun (ich bitte dabei um Nennung meines Namens und Copyrights und um einen Beleg). Falls anderes geplant sein sollte, bin ich über die E-Mail-Adresse meiner Website muella7 zu erreichen, um Näheres zu diskutieren. Hm, und noch eines: Ich habe nicht alle abgebildeten Personen oder die Objekteigentümer um eine Fotografiererlaubnis fragen können - auch bei den Copyrights einiger der verwendeten Bilder bin ich im Zweifel. Falls Bedenken gegen diese Veröffentlichung bestehen, bitte ich um Nachricht, damit ich das betreffende Bild entferne.

Thematisch habe ich zwischen den Bahnlinien selbst, ihrer Nutzung, ihrem Inventar und den Bahnüberresten und - wie es der Titel “Am Bahndamm” versucht auszudrücken, dem Drumherum getrennt. Dieses “Am Bahndamm” erstreckt sich entfernungsmäßig von “direkt-an-der-Trasse-gelegen” bis zu “sagen-wir-fünf-Minuten-fußläufig”. Das sind dann Bilder von der Landschaft, anliegenden Gebäuden und sonstigen nun ja, Auffälligkeiten. Trotzdem sind auch das häufig ganz gewöhnliche Objekte - das ist mit dem Thema verbunden.

Alle sind aber visuell interessant - versteht sich. Darauf kam es mir an: Es sollten interessante Bilder sein. Ich lege insofern keinen großen Wert auf exakte Dokumentation. Fotos sind schon wegen ihrer technischen Herleitung mehr oder weniger stark bearbeitet; dazu kommen Ausschnittwahl und Perspektive, die Tages- und Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Lichtstimmungen, das Wetter und so weiter. Eine objektive Darstellung ist da nur schwer möglich (Siehe zum Beispiel Wikipedia).

Immerhin können diese Faktoren aber genutzt werden, die Bilder ansprechender und interessanter zu gestalten.

Zum Thema “Stormarner Bahnlinien” gibt es viele Bilder (und andere Materialien, siehe in Anlage 1 eine Liste der Produzenten): von Eisenbahnfreunden (aktuelle und alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen) und dann die ganzen Marketingmaterialien. Mir persönlich gefallen am besten die historischen Fotos mit posierenden Akteuren.

Und davon abgeleitet die Schautafeln des Kreises an den ehemaligen Bahnlinien. Trotz der offensichtlichen Drapierung zum der abgebildeten Personen wirken sie auf mich als authentisches Relikt aus der Zeit. Aber da ist es wieder - wat dem ehnen sin Uhl is, is dem andern sin Nachtigall …

Es sollte auch ein eBook werden, bei dem ich die Aufmachung selbst bestimmen konnte und das von einer Website zu lesen ist. Am besten sind dafür zur Zeit HTML- oder PDF-Files geeignet. In seinem Stil ist es angelehnt an Vorschläge von Edward Tufte; Kommentare, Verweise, Bilder, Grafiken und so weiter werden gerne verwendet (siehe als Beispiel ‘Beautiful Evidence’). Die technische Vorgehensweise ist in Anlage 2 beschrieben.

Viel Spaß beim Beschauen und Lesen wünscht


der Meister persönlich …

Die alten Trassen

Karten der Bahnlinien und der daraus entstandenen Radfahrwege

3 Karten
Drei Karten

Links oben zeigt eine Streckenkarte der Reichsbahn von 1937 (“Nur für den Dienstgebrauch” ist auf der Karte vermerkt :-)) noch die beiden Verbindungen zwischen Schwarzenbek und Bad Oldesloe sowie zwischen Trittau und Tiefstack. Die beiden anderen Karten - erstellt mit einem Programm der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (“Der echte Norden”) enthalten in Rot die aus den Eisenbahnlinien entstandenen Fahrradwege. An einigen Stellen sind die Trassen nicht ausgebaut - die Fahrradwege laufen dann irgendwo auf normalen Straßen weiter.

Die Schwarzenbek/Bad Oldesloe-(über Trittau)-Verbindung war eine Teilstrecke der Königlich-Preußischen Staatsbahnen zwischen Berlin und Kiel von 1887.


Ein Fahrplan von 1926, Dank an ‘willem’

Ziele des Baus waren Hamburg zu umrunden und schnell Kiel zu erreichen. Die Strecke ist relativ gerade und mit geringen Steigungen geführt. Die Ortschaften wurden nur am Rande berührt.

Allerdings wurde bald eine andere Verbindung nach Kiel über Ratzeburg

Die sog. Kaiserstrecke; Wilhelm II. wollte halt schnell seine Flotte und seine Hochseejacht erreichen.

gebaut, sodass die Strecke über Trittau an Bedeutung verlor. Die Strecke wurde in den 1970er Jahren im Zuge des Autobahnausbaus Hamburg/Berlin unterbrochen, weil eine Kosten-Nutzen-Analyse der Bundesbahn den Bau einer neuen Autobahnbrücke als unwirtschaftlich gesehen hatte (siehe Deutscher Bundestag Drucksache 10/1932). Güterverkehr war noch eine Zeit lang auf den “Rumpfstrecken” möglich. Diese Strecken wurden schrittweise von 1976-1984 stillgelegt.

Die Trasse Trittau/Tiefstack wurde vom damaligen Kreis Stormarn zur Erschließung des Kreisgebietes für den lokalen Personen- und Güterverkehr angelegt. Die Kurvenradien waren enger und die Ortschaften wurden besser bedient. Man muss dabei sehen, dass die Kreisgrenzen bis zum Groß-Hamburg-Gesetz 1937 andere als heute waren, auch war zum Beispiel Wandsbek noch Sitz der Kreisverwaltung - der Kreis war wesentlich größer.


Auch hier ein Fahrplan

Ein wirtschaftlicher Erfolg war sie jedoch nur am Wochenende für den Ausflugsverkehr von Hamburg und während der Erntezeit.

Eigentlich nur während der Rübenkampagne.

Auch kam die Konkurrenz zunächst durch Busse bald in Gang (So sieht es heute aus - es besteht ein dichtes Netz von Busverbindungen).


ÖPNV

Als ich begonnen hatte, mich mit dem Thema zu befassen, habe ich mich auch gefragt, warum der damalige Kreis seine Bahn gebaut hatte. War es ein Analogon zum Bau von regionalen Flugplätzen? Aus heutiger Sicht schwer zu sagen - andere motorisierte Verkehrsmittel gab es damals halt nur in ganz geringem Umfang. Und die kommende Massenmotorisierung (PKW, LKW, Busse) war für Lokalpolitiker wohl kaum vorherzusehen.

Jedenfalls haben die Eisenbahnen verloren.

Die Stilllegung wurde schon in den 1930er Jahren diskutiert und beschlossen, aber der Zweite Weltkrieg und die Ansiedlung von Rüstungsindustrie und eines Wehrmachtsdepots in Glinde liessen sie zunächst fortbestehen. Der Personenverkehr zwischen Trittau und Glinde wurde 1952 eingestellt und die Trasse in den folgenden Jahren abgebaut.

Einem Ondit zufolge sollen das rollende Material und die Schienen nach Südafrika verkauft worden sein.

Solche ehemaligen Bahnstrecken haben ihre Probleme - so durch Belastung mit Unkrautvertilgungsmitteln und sonstige “Bahnchemikalien” (warum findet man wohl immer noch halbwegs intakte Bahnschwellen?). Außerdem ist der Untergrund durch die jahrzehntelange Berüttelung mit schwerem Gerät stark verdichtet. Nebenbei: Auch bei den damals entstandenen Fahrradwegen war ich an manchen Stellen unsicher, ob der (alte) Asphalt nicht Pech enthält.

Aber es wurden freie und bebaubare Grundstücke … Der Kreis Stormarn hat auf seinem Gebiet große Teile der Trasse Schwarzenbek/Bad Oldesloe gekauft (die Trasse Trittau/Glinde verblieb sowieso in seinem Besitz). Auf dem nun neu zur Verfügung stehenden Land wurde gebaut. So entstanden zum Beispiel auf dem Bahnhofs- und Gleisgelände in Trittau Wohnhäuser (siehe als Beispiel die Karten unter “Bahnhöfe”). Eine Bebauung findet man auch sonst überall auf den Strecken. Die wesentliche Folgenutzung war aber der Umbau zu Radfahrwegen.

Damit wurde in den 1950ern begonnen; einen zweiten Schub gab es in den 1990ern. Ein Radverkehrskonzept wurde erstellt und 2012 weiterentwickelt (Fahrradfreundliches Stormarn).

In diesem Zusammenhang ein hübsches Stück Verwaltungsprosa (Auszug aus einer damaligen Pressemitteilung): “Der Kreis Stormarn erreicht, bewertet durch diese Weiterentwicklung des Radverkehrskonzeptes mit Schaffung dieser ganzheitlichen transparenten flächendeckenden Wegweisung, eine maßgebliche Qualitätssteigerung für den Radverkehr bei gleichzeitiger Erschließung zusätzlicher bisher nicht genutzter Radverkehrspotenziale. Damit wird im Kreis Stormarn die klimaschutzfreundliche Mobilität zu Gunsten der Verkehrsmittelwahl Fahrrad gegenüber dem motorisierten Individualverkehr gefördert.”

In den letzten Jahren ist noch der Klimaschutz als besonderer Nutzen (sprich für die finanzielle Förderung aus entsprechenden Töpfen) hinzugekommen. Dies alles kann man unter Tourismus-Stormarn finden (wenn man denn ein wenig sucht).

Die beiden Bahntrassen sind 69,9 km lang; die beiden darauf verlaufenden Radfahrwege innerhalb Stormarns 41 km. Das gesamte Radwegenetz in Stormarn soll dagegen eine Gesamtlänge von rd. 500 km besitzen … Der Teil innerhalb des Kreises Herzogtum Lauenburg mag um die 20 km umfassen - dort sind größere Teile der Trasse nicht als Radwanderweg ausgebaut.

Wege

Und damit sind wir bei den Fahrradwegen auf den alten Trassen angekommen.

Wie es so schön heißt: "Die Vorteile dieser Radwege für Radfahrer sind die geringen und stetigen Steigungen, die nur in Ausnahmefällen über 2 Prozent und maximal 4 Prozent erreichen, und die großen Kurvenradien (Wikipedia)

Hm ja, sicher. Aaaber - so reizvoll diese Strecken äh, raddfahrtechnisch sind, fotografisch gibt es Probleme mit den Wegen, eben weil sie relativ grade verlaufen, kaum Steigungen aufweisen und so weiter - will sagen, es wird äh, bildtechnisch langweilig. Man muss sich auch andere Aspekte heraussuchen …

Nun, zunächst einmal die

Phänotypen

Wege

Man beachte die Ausrichtung der Wege, die Symmetrie des Bildaufbaus und die farbliche Abstimmung der Komponenten :-)

Die Bildersets sind übrigens mit dem Programm PictureCollageMakerPro angefertigt; einer Software der Fa. PearlMountain. Man kann Größen, Formen, Anordnung, Rahmen, Hintergrund und so weiter beeinflussen - oder das Programm innerhalb von Vorgaben selbst werken lassen. Manchmal kommen bei diesen Zufallseinstellungen ganz interessante Anordnungen heraus. Meistens muss man aber noch mal “Hand anlegen”…

Noch besser kommt ein Set in Grün:


Grüüün

Fahrbahnmaterial

Nun, das Material der Wege ist natürlich von entscheidender Wichtigkeit für das Fahrerlebnis. Ich zitiere wieder: “Die besondere Kreuzungsfreiheit einer bestehenden Trassenführung ist durch die Umwandlung normalerweise nicht betroffen, so dass der Radweg die Eigenschaften eines Radschnellwegs bekommt, wenn er zusätzlich asphaltiert ist.” (Wikipedia)

Der Fahrradweg in den beiden folgenden Abbildungen ist insofern mit Asphalt versehen:


Brunsbek

Lütjensee

… und Huiiii …


Trittau

An einigen Stellen wurde die oberste Asphaltschicht mit ockerfarbenem Split bestreut: Angestrebt wurde eine bessere Einpassung in die Landschaft und geringere Aufheizung der Fahrbahndecke. Man achte bei allen Aufnahmen auf dieses Detail!

Im nächsten Bild haben wir Beton als Fahrbahndecke.

Es möchte sein, dass man dort jetzt ebenfalls Asphalt findet, weil zur Zeit der Aufnahme Ausbesserungsmaßnahmen vorbereitet wurden.

Tja, es ist eine Autobahnbrücke. Das dazugehörige Bild zeigt den Blick auf die Autobahn.


Glinde

Was lehrt uns diese (noch bestehende) Brücke - sagen wir, im Vergleich zu der nicht zustande gekommenen Brücke auf der Schwarzenbek/Bad Oldesloe-Strecke? Es kommt darauf an, wer der Betreiber einer Bahnlinie war, was ein Neubau kostet, wie die Unterhaltungskosten geteilt werden, wie man den Nutzen bewertet und so weiter. Für die Bundesbahn war Schwarzenbek/Bad Oldesloe nur eine unbedeutende Nebenstrecke. Für den Kreis Stormarn mag die bestehende Brücke eine essenzielle Verbindung im Kreisgebiet sein. Obwohl - allzu viel Verkehr führt heutzutage wohl nicht über die Brücke. Hoffen wir, dass sie solide gebaut wurde und noch lange hält.

Pflasterung gibt es auch - meistens im innerörtlichen Bereich.


Mollhagen

Aber auch am Ortsausgang wie in Grönwohld. Hier verläuft der jetzige Fahrradweg links neben der Ex-Bahntrasse. Diese Kombination “Straße/Weg neben Bahnlinie” gibt es häufig.


Grönwohld

Man findet natürlich auch unbefestigte Wege. Hier als Beispiel auf einer noch nicht allzulange von den Schienen befreiten Strecke in Glinde. Daneben verläuft aber eine Straße, sodass Radfahrer nicht im Vorankommen gebremst werden.


Glinde

Der Schwerpunkt eines Bildes mag nicht nur im Fahrbahnmaterial liegen, auch ein Blick in die Höhe ist mitunter lohnenswert. Das Ganze gewinnt dann, das Auge wandert mit …


Brunsbek

Bahn-“Damm”

Natürlich will die Einbindung der Trasse ins Gelände beleuchtet sein. Beide Linien hatten ja äh, ganz erhebliche Höhenunterschiede zu überwinden - besonders um Trittau und Lütjensee herum. Das Stichwort lautet “Stormarnsche Schweiz”.

Hier zum Beweis eine (ältere) Postkarte. Man beachte die Beschriftung am oberen Bildrand.


Lütjensee

Die Form des Ex-Bahndamms variiert also.

Manchmal ist er kaum von der Umgebung zu unterscheiden. Ein niedriger Damm, grade mal geeignet, um als Unterlage der Schwellen und der Schienen zu dienen oder um ein wenig aus dem feuchten Untergrund zu ragen.


Siek

Manchmal ist es ein Einschnitt in die Umgebung oder eine leichte Erhöhung.


Grönwohld, Lütjensee

Um die schweizerische Anmutung zu überwinden, waren jedoch Hohe Dämme nötig:


Lütjensee

Hamfelde

Die “Hochtrasse” in der Nähe von Hamfelde, mit der die Bille-Niederung durchquert wird, ist inzwischen von Bäumen und Büschen überwachsen. Der Radweg verläuft “ebenerdig” direkt daneben.

Vielleicht entwickelt sich auf dem Damm einmal ein schmaler, aber lang gestreckter Wald aus einheimischen Bäumen …

Reparaturen und Ausbau

Wie schon am Beispiel der Autobahnbrücke ausgeführt, werden die Wege kontinuierlich gepflegt und repariert.

Im Bildbestand finden sich auch Bilder von kleineren Reparaturen - aber Asphaltflicken mit etwas Abdecksand auf Asphaltdecke sind nicht sehr dekorativ …

Hier die Zufahrten der Brücke.


Glinde

Die Trassen werden immer noch ausgebaut. Der Fortschritt hängt von der Motivation beteiligter Personen und der Kassenlage ab. Die Finanzierung erfolgt dabei aus dem Kreishaushalt und verschiedenen Fördertöpfen. Zum Beispiel zu 50 % von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein über den Förderungsfond Nord. Aber auch die Stiftungen der Sparkasse Holstein (Jahresberichte) sind hier zu nennen.

Dann können ab und zu Pressemitteilungen zur Neueröffnung des Teilabschnitts eines Radwanderweges herausgegeben werden (zu Lob und Ruhm der oben angeführten Personen). Nur als Beispiel: Kreis Stormarn,20.06.2003, “Radwanderweg von Bad Oldesloe nach Trittau wurde eingeweiht”. Na ja, gemeint war wirklich nur ein 1,2 km langer Teilabschnitt …


Grönwohld

Grönwohld

Grönwohld

Nutzung

Nun werden die Trassen mitnichten nur als Fahrradwege genutzt (auch wenn sie so vermarktet werden).

Sie dienen als innerörtliche Verbindung,


Glinde

auch wenn noch nicht vollständig ausgebaut sind.


Mollhagen

Hunde werden ausgeführt:


Lütjensee

Und sie werden als Wander- und Spazierwege genutzt; mit mehr oder


Trittau

weniger Publikum.


Lütjensee

Aber im Endeffekt sind es Radfahrwege.


Trittau, Langenlohe

Zubehör

Es gibt Richtlinien für die Ausstattung der Wege mit Schildern, Bänken, Tischen, Abfallkörben und so weiter; ich beginne mit den Bänken.


Trittau

Es ist ja zu unserem Besten, wenn wir Nutzer - ermattet vom Strampeln oder strammen Marschieren - uns zu einer Pause niederlassen können. Eine Stulle verzehren, die Sonne genießen, den Vögeln lauschen können. Leider, leider - ich habe während der ganzen “Am Bahndamm”-Unternehmung nur einmal eine Bank besetzt gesehen. Das war eine fröhliche Gruppe, zu Fuß unterwegs, das Dosenbier dabei, in der Nähe von Trittau. Ich glaube, der Bedarf an Bänken für die angedachten Zwecke wird überschätzt. Andererseits sind eine Reihe von Bänken in den Ortschaften oder in ihrer Nähe fast liebevoll mit Graffiti oder ähnlichen Grafiken überzogen. Ich vermute deshalb, dass Jugendliche zu den Hauptnutzern der Rastensembles gehören.

Aber noch ein konstruktiver Vorschlag: Wenn denn die angepeilten Nutzer haltmachen, möchten sie vielleicht ihr Wanderfahrrad (das mit den Packtaschen) anlehnen können. So etwas fehlt meistens. Eventuell könnten in der nächsten Ausbaustufe solche Anlehnmöglichkeiten installiert werden.


Lütjensee

Glinde

Bank-Tisch-Abfallkorb-Ensemble

Es gibt nicht nur das Bank-Tisch-Abfallkorb-Ensemble, auch ganze äh, Jausenstationen sind aufgebaut. Es soll acht solcher überdachten Rastplätze geben.


Dwerkaten

Langenlohe

Man beachte im obigen Bild als Besonderheit die Anlehnmöglichkeit für Fahrräder mit Packtaschen.

Manchmal sind die Abfallkörbe (fast) eigene Kunstobjekte; hier hätte Wladimirow Jawaschew Christo seine Freude dran.


Langenlohe

Schilder

Im schon erwähnten Radverkehrskonzept “Fahrradfreundliches Stormarn” ist auch die Ausschilderung als verbesserungswürdig aufgeführt und wie es sich trifft, hat man Fördertöpfe gefunden.

Mithilfe einer Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (www.klimaschutz.de und www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen) und einer Zuwendung aus Mitteln des Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein der Metropolregion Hamburg (www.metropolregion-hamburg.de) erfolgt eine Neueinrichtung eines Wegweisungssystems für den Radverkehr auf rd. 300 Streckenkilometern, vernetzt mit der vorhandenen Beschilderung von weiteren ca. 200 Streckenkilometern (Kreis Stormarn).

Die Strecken sind insofern reich beschildert, untergliedert in Arm-, Tabellen- und Zwischenwegweiser-Standorte. Klar, die Wegweiser braucht man. Es kann schon verwirrend sein, wenn sich Wege kreuzen, der eine Weg laut Karte (bald) gabelt, die Hauptstrecke oben auf dem Damm verläuft, aber der Weg unter eine Brücke abbiegt (unteres Bild).


Wegweiser

Manchmal sind die Vorfahrtszeichen eher üppig aufgestellt. Muss bei kreuzenden Feld- oder anderen Radwegen eigentlich die Vorfahrt angezeigt werden, reicht nicht rechts vor links? Meiner Meinung nach führt diese Schilderdichte nur dazu, dass die Zeichen ziemlich bald nicht mehr beachtet werden.


Siek, Trittau, Lütjensee

Das nächste Bild zeigt am Hohenfelder Damm, Trittau die Unterbrechung des natürlichen Verlaufs einer Bahntrasse. Ursprünglich führte die Linie über die Möllner Straße in Richtung Schwarzenbek. Teile des Damms und eine Brücke wurden abgetragen, der Unterhalt wäre wohl zu teuer geworden. Die Radfahrer müssen nun einen kleinen Umweg fahren, um - nicht auf den alten Damm, der ist zugewachsen - aber auf den Weg daneben zu gelangen.


Trittau

Die Situation damals zeigt ein Messtischblatt von 1954.


Trittau

Die Situation heute zeigt Googles Aufnahme.


Trittau

Die Beschilderung der Radwanderwege ist, wie beschrieben, in Größe und Ausführlichkeit abgestuft; hier sind es die Kurzhinweise.


Kleine Wegweiser

Der Kreis Stormarn hat 2012 und 2013 neunzehn Schautafeln an den Trassen aufstellen lassen, die Karten und etwas Text zur Geschichte der Linien enthalten - illustriert durch historische, oft auch ortsbezogene Fotos.


Grönwohld

Schautafeln

Sonstige Schilder mit Bahnbezug findet man überall entlang der Linien:


Trittau

Glinde

Hoisdorf

Diese beiden Bilder will ich nicht vorenthalten.


Hamfelde

Das “Aumühle”-Ortsschild wurde zur Befestigung des Radweges bei Hamfelde verwendet. Ein schönes Beispiel zur innovativen Verwendung von für den ursprünglichen Zweck nicht weiter brauchbaren Materialien - wie es bei den Bahnlinien/Fahrradwegen ja auch geschehen ist.


Und dieses als Rätselbild …

Gebäude

Neben den Trassen sind die Gebäude - und hier die Bahnhöfe - die markantesten Überbleibsel der Linien. Das nächste Bild zeigt die von mir gefundenen Namen. Leider ist nur der Schriftzug “Trittau” halbwegs authentisch. “Bahnhof 1” ist der Name einer Gaststätte, “Bahnhof Hoisdorf” prangt am ehemaligen Bahnhofsgebäude in Hoisdorf. So schön das Gebäude renoviert wurde,

mit Förderung, versteht sich.

bei “echten” Bahnhöfen und Haltestellen wird nur der Ortsname angezeigt.


Gebäudenamen

Nichtsdestoweniger, es ist hübsch gemacht und gepflegt - deshalb zeigt das nächste Bild das “Bahnhofsgebäudenschild” Hoisdorf nochmal bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen … Ein Bild des ganzen Gebäudes findet sich im folgenden Abschnitt.


Hoisdorf

Bahnhöfe

Beginnen wir mit Trittau. Das nächste Bild zeigt den Bahnhof der “Staatsbahn”-Linie Schwarzenbek/Oldesloe - die Kreisbahn hatte ein eigenes, kleineres Gebäude (das ist abgerissen und überbaut; siehe unten). Die Größe des Gebäudes ist wesentlich auf die unterschiedlichen Wagenklassen bei der damaligen “Staatsbahn” zurückzuführen. Vier Klassen = vier Warteräume - jedenfalls im Prinzip. Die Räume wurden natürlich in unterschiedlicher Anmutung und Größe ausgeführt.

Wie es wieder so schön in Wikipedia heißt: “Aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre ist die Unterteilung in Wagenklassen ein Ansatz sowohl zur Preisdifferenzierung als auch zur Produktdifferenzierung”.


Trittau

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt den alten Zustand. Außen wurde demnach ziemlich originalgetreu renoviert.


Trittau

Den alten Zustand zeigt auch das Messtischblatt von 1954. Gebäude und Gleise der “Staatsbahn” sowie Gebäude, Grundstück und Trasse der Kreisbahn sind noch vorhanden.


Trittau

Laut aktuellem Google-Bild ist hier nun ein neuer Ortsteil entstanden.


Trittau

Die “Staatsbahn” hat überwiegend in Backstein gebaut:

Lebte im oberen Stock eigentlich der Stationsvorsteher?


Gröhnwold

Die Kreisbahngebäude waren bescheidener angelegt.

Hier in Hoisdorf verliefen die Gleise hinter dem Haus. Die Straße davor heißt “Ladestraße” (siehe unter “Schildern”).


Hoisdorf

Das nächste Bild zeigt (vermutlich) den Bahnhof Vorburg-Trittau.


Trittau

Zum Stilvergleich der nicht mehr vorhandene Bahnhof in Lütjensee; man beachte die Tür- und Fensterbögen.


Lütjensee

Andere Gebäude

Außer den Bahnhofs- und Haltestellengebäuden gab es jede Menge Streckenwärterhäuschen (zur Bedienung von Schranken und so weiter). Die Gebäude sind zum Teil seit Generationen im Besitz der Familien. Bei einer Gelegenheit habe ich insofern den Enkel eines ehemaligen Streckenwärters hinter seinem Streckenwärterhausvorgartenzaun getroffen (und sachdienliche Hinweise erhalten, nochmals vielen Dank dafür) …

Die Gebäude sind jedenfalls gefragt, und werden immer wieder renoviert und umgebaut.


Damker

Nebengebäude, Verladestationen

Die Bahnlinien waren, wie schon beschrieben, auch für den Güterverkehr wichtig.

In Siek läuft der Radweg zwischen dem Ex-Bahnhofsgebäude auf der linken Seite und einer Verladestation. Damals führte vor dem Holzgebäude noch ein weiteres Gleis bis zu einer Rampe.


Siek

Stark umgebaut dient dieser Anbau jetzt als Verwaltungsgebäude:


Möhnsen

Verladerampen findet man öfters.


Möhnsen, Schwarzenbek

Bad Oldesloe

Man kommt um die Ecke und sieht die Rampe …


Möhnsen

Stammt die Schwarz-Weiß-Aufnahme aus Trittau? Das aktuelle Farbfoto zeigt jedenfalls die Rückseite des Trittauer “Staatsbahnhofs”.


Trittau

Details

Die folgenden Bilder sollen Details im Backsteinwerk zeigen (ein Kunsthistoriker wüsste mehr).


Schwarzenbek

Schwarzenbek

Grönwohld

Damker

Die Dachkonstruktion des ehemaligen Bahnhofs Siek ist noch erhalten. Einiges am Mauerwerk und an den Fenstern/Eingängen wurde jedoch verändert.


Siek

Die Holzbauten der Ex-Verladestation Siek sind vermutlich bald abgängig. Sie strahlen inzwischen den morbiden Charme des Vergänglichen aus :-)


Siek

Dieses Teil steht vor dem ehemaligen Bahnhof in Gröhnwold. Vielleicht hing die Kelle des Stationsvorstehers dran; hm, oder eine Laterne?


Grönwohld

Sonstige Bauwerke

Es gibt natürlich eine Menge anderer Bauwerke: Durchlässe für Bäche, Treppen zur Inspektion der Durchlässe, Überführungen, Sielbauten und so weiter.


Trittau

Fotografisch “ergiebig” ist der Durchlass für die Bille in der Nähe von Hamfelde.

Das waren - soweit ich es erinnere - die ersten Bilder, die ich für dieses Projekt aufgenommen habe (daraus hat sich eine Menge Arbeit entwickelt …).

Unten mit (Durch-)Blick über die Niederung.


Hamfelde

Details der dazugehörigen Brücke für den Fahrradweg, der neben dem zugewachsenen Bahndamm verläuft.


Hamfelde

Andere Reste

Metallenes

Zuallererst wären Gleise interessant gewesen. Tatsächlich habe ich nur einmal ein Ministück Gleis gefunden; wegen der Rarität musste es aus zwei Richtungen aufgenommen werden. Es bleibt rätselhaft, warum diese Schienen nicht abgeräumt wurden - vielleicht wegen der Betonummantelung?


Damker

Waren dies die Reste einer Absperrung, bei der in die Schienaussparungen ein Balken gelegt wurde? Der Balken würde die Überquerung der Trasse verhindern; aber dann - nur auf einer Seite? Andererseits - solange kein Zug durchfährt, sieht man die Sperre “von beiden Seiten”. Wohl doch eine pragmatische Lösung.


Glinde

Schienen als Zaunpfähle sieht man schon öfter.


Damker, Grönwohld

Liegend dagegen nur einmal.

Hm, bei näherer Betrachtung: Ist es wirklich eine Schiene - oder nur ein gewöhnlicher H-Träger?


Damker

Dies ist eine besondere Kostbarkeit: ein Sprengring, gefunden in Glinde. Sieht man ihm nicht das Alter und die Beanspruchung an?

Aufgenommen wurde er mit einem Makroobjektiv. Genutzt wurde das sog. Fokusstacking; dabei werden acht Aufnahmen von der Kamera automatisch mit jeweils leicht verschobener Entfernungseinstellung genommen und dann ineinander gerechnet. Das entstandene Bild muss noch ein wenig bearbeitet werden, aber man hat als Ergebnis ein Foto mit grosser Schärfentiefe.


Glinde

Zum Größenvergleich nochmals mit einem 1-Cent-Stück aufgenommen.


Glinde

Steinernes

Folgend der einzige gesehene Originalkilometerstein - der Einzige auf den ganzen Strecken. In einem Bericht von 2010 waren mehr gemeldet, aber andere haben das wohl auch gelesen. Und so zieren manche Steine vielleicht einen Vorgarten …


Trittau

Der schwarze Klumpen im nächsten Bild ist ein Juwel in seiner Art. Ein Originalschotterstein, gefunden auf einer abgeräumten, aber noch nicht ausgebauten Trasse in Glinde.


Glinde

Hier folgen viele Juwele: die Originalpflasterung vor einem ehemaligen Bahngebäude in Damker. Man sieht, dass der jetzige Besitzer sich dessen bewusst ist und die Pflasterung schonend wieder mit Sand auffüllt.


Damker

Und nun haben wir ganz viele Juwelen. Dies sind die Reste eines Brückenbauwerks bei Dwerkaten. Es muss sich damals gelohnt haben, eine Brücke zu bauen. Jetzt ist leider nicht mehr zu erkennen, was die kreuzungsfreie Überführung bedingte.

Auch ein Messtischblatt von 1955 gibt nichts her. Sicher, da ist ein Weg quer zur Trasse …


Dwerkaten

Die Markierungssteine und Fundamente/Träger im nächsten Bild sind wegen der lieben Vollständigkeit aufgenommen.


Steinernes

Ich bin nicht sicher, ob Nr. 6 zur Bahnlinie gehört - aber wegen seiner Schönheit soll er der geneigten Leser-/Seherschaft nicht vorenthalten werden …


Lütjensee

Und was ist dies? Es erinnert an eine Zuganzeige …


Brunsbek

Hölzernes

Nun, überwiegend sind Schwellen erhalten geblieben; in zweiter Linie verbautes Holz, das - wenigstens eine Zeit lang - gepflegt wurde. Nachfolgend einige Schwellen.


Hölzernes

Die gekürzten Schwellen im nächsten Bild dienen als Stütze eines kleinen Walls; integriert ist eine Pforte.

Die Schwellen sind auch bald abgängig …


Trittau

Hier ist es eine Gemengelage aus verschiedenen Materialien. Altes Mauerwerk, Gehwegplatten und Schwellen. Aber - hat man damals so etwas gebaut/verwendet?


Damker

Zäune


Brunsbek

Dieser Zaun - aus zwei Richtungen aufgenommen - steht an einer Ex-Bahnlinie. Das Alter der Zaunpfähle stimmt, ob das Streckmetall aus der Zeit stammt? Zaunbauer müsste man sein.

Folgend einige Bilder aus einem anderen Zaunensemble.


Siek

Auch dieses Tor (nur ein Ausschnitt) gehört dazu.


Siek

Dies sind jeweils unterschiedliche Zaunpfähle aus der Sammlung. Wo wären wir, wenn sich nicht jemand um die Dokumentation von verfallenden Betonpfählen kümmern würde. Man meint noch den feinen, fernen Hauch des schon lange verflogenen Dampfes zu erahnen, wenn man sich über das Armiereisen beugt … Tja, das ist ein Satz, was?


Siek

Linienendpunkte

Wenn man sich entlang der alten Trassen bewegt, kommt man auch an deren Endpunkte, nicht wahr? Trittau und Glinde sind etwas anders zu sehen, als Bad Oldesloe und Schwarzenbek, die immer auch Durchfahrtsbahnhöfe waren und sind. Deshalb zeigen die Bilder der beiden ersten Orte Reste und die überbaute Trasse. In den beiden anderen Endpunkten ist es “lebiger” Bahnverkehr.

Das nächste Bild zeigt in Trittau den neu hergerichteten “Staatsbahnhof”.


Trittau

In Glinde hat man die alte Trasse ab dieser Kita und ihrem Spielplatz überbaut - dann folgt auf der anderen Straßenseite die Feuerwehr.


Glinde

Schwarzenbek ist so wie


Schwarzenbek

Bad Oldesloe ein Durchgangsbahnhof.


Bad Oldeslohe

Bad Oldeslohe

Am Bahndamm

Das war die Pflicht - nun die Kür :-)

Nach diesem ganzen technischen Kram nun etwas ganz anderes - nämlich Landschaft, Bäume und Wasser …

Landschaft

Felder und Weiden

Die Fahrradwege führen zum großen Teil durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet; eine leicht gewellte, eiszeitlich geformtes Landschaft. Das Bild rechts unten zeigt dagegen ein von Menschenrädern eingeebnetes Areal …


Damker, Siek, Brunsbek

Die Knicks gehören hier in Schleswig-Holstein dazu. Im Knick des unteren Bildes war eine Nachtigall zu hören - ich schwörs. Immerhin relativ selten hier in der Gegend.


Siek

Wiesen und Weiden sind jedenfalls typisch für die Gegend.


Siek, Lütjensee, Glinde

Im folgenden Bild sind 3 (in Worten drei) Kraniche enthalten. Das sind diese drei Punkte rechts im Bild. So geht es zu, wenn man mit einer ungeeigneten Objektivauswahl unterwegs ist …


Siek

Rapsfelder sind im Frühjahr ein vertrautes Bild. Hier über den Köller Teich hinweg aufgenommen.


Dwerkaten

Aber ich brauche nicht zu geizen; es folgt eine Raps-Collage.


Raps

Wasser

Ich kann hier keinen der äh, großen Seen der Gegend zeigen - sie liegen zu weit entfernt von den Trassen.

Die Ansage war: Direkt-am-Ex-Bahndamm oder ungefähr-fünf-Minuten-fußläufig-entfernt.

Deshalb noch mal der Köllerteich. Ja, stimmt, fast das gleiche Bild wie eben - sehr aufmerksam. Aber das obere ist ein wenig durch Zweige eingefasst und das Motiv ist etwas verschoben.


Dwerkaten

Tja, zeigen diese vier Bilder den Trittauer Mühlenbach?


Trittau

Dies ist jedenfalls die Bille bei Hamfelde. Die Aufnahmen entstanden gegen Abend; bei der oberen schien die Sonne direkt unter die Brücke und ergab diese Lichtstimmung.


Hamfelde

Hier ist der Mühlenteich in Trittau zu sehen. Das obere Foto zeigt den kleinen Wasserfall am Ablaufwehr, das untere, nun ja, ein Schilfbüschel.


Trittau

Bäume

Nun zu den Bäumen: Die Frage erhebt sich, zuerst den Wald und dann die Bäume? Ich beginne mit Einzelbäumen - die Wälder folgen. Bäume sind übrigens großartige Fotoobjekte: Sie haben eine vernünftige Größe, wackeln meistens nicht so stark und laufen nicht fort. Und sehen oftmals ganz passabel aus.

Einzelbäume

Rechts unten eine Art High-Tech-Baum - er harmoniert sehr gut mit einem Lichtmast der Sportanlage Glinde.


Lütjensee, Brunsbek, Glinde

Im oberen Bild beachte man den (kleinen) Halbmond, im unteren den Dunst, der alles verschwimmen lässt. Und natürlich die perfekt gewachsene Krone von Einzelbäumen.


Dwerkaten, Lütjensee

Zwei Bäume, bei denen die mittleren Lagen auch im Mittelpunkt stehen.


Gröhnwold, Trittau

Baumdetails

Kommen wir zu Baumdetails. Die Verzweigungen und Verdrehungen des Astwerks haben einen gewissen grafischen Reiz, nicht wahr?


Verzweigungen

Haha, der aufmerksame Betrachter hat bestimmt gemerkt, dass im oberen Bild eines der vier Teilbilder kein Astwerk zeigt …

Mit den beiden folgenden Bildern soll eine Art “Kontrapunktik”

Hm, kann man das so sagen?

des Bildaufbaus vermittelt werden.


Trittau

Folgend einige Aufnahmen von blühenden Bäumen.


Brunsbek

Nicht ganz sortenrein, dieser Set. Immerhin, es sind alles Kulturpflanzen.


Lütjensee, Hoisdorf, Glinde

Um doch noch mal auf die Trassen zurückzukommen - der abgebrochene Zweig mit weißen Blüten lag auf dem schwarzen Fahrweg (die Abendsonne vergoldete den Asphalt).


Damker, Lütjensee

Wir sind hier eigentlich bei Bäumen - jaja. Aber die Buschwindröschen blühten direkt unter Bäumen (wie man unten sieht). Und direkt neben der Trasse.


Lütjensee

Die meisten Bäume tragen Früchte:


Mollhagen

Berankt

Wir verlassen nun für einen Moment die Bäume und ihre Teile und wenden uns Bewohnern zu (pflanzlichen, versteht sich). Das allgemeine Motiv fiel mir irgendwann auf, und tatsächlich, es gibt Bezirke, in denen manche Schlingpflanzen

Leider habe ich keinen Efeu-Sommerwurz (Wikipedia) auf Efeu gesehen.

sehr häufig vorkommen. Ob sie sich entlang der Bahnlinien fortbewegen?


Trittau

Lütjensee, Brunsbek

Trittau

Tja, in Teilen ist der alte Bahndamm von den Schlingpflanzen überzogen.


Hamfelde

Rinde

Wieder zurück zu Baumteilen - hier der Rinde.

Solche überwulsteten Astlöcher findet man häufiger.


Lütjensee

Die Rinde von alten Bäumen kann sehr zerklüftet sein. Am beeindruckendsten war die Eiche links unten - und am nützlichsten für mich. Ich konnte mich während eines Schauers unterstellen.


Trittau, Lütjensee, Siek

Und noch mal Rindendetailaufnahmen.


Trittau, Langenlohe

Baummarkierungen

An den Trassen stehen eine Menge markierter und beschrifteter Bäume. Die Markierung hier ist allgemein verständlich, wenn auch ungewöhnlich. Trittau zählt seine Bäume also auf diese Art. Man beachte den Aluminium- oder Edelstahlnagel (so werden die Bäume nicht geschädigt).


Trittau

Diese Aufschrift ist vermutlich eine Nachricht an die Mitwelt: Free?? Ich hätte weiter um den Baum herumgehen sollen. Aber er steht an der Kante einer der Hohen Bahntrassen - man sieht weit unten in der Tiefe die Straße.


Lütjensee

Aber was mögen diese Aufschriften bedeuten? Für Forstzwecke, sicher. Auffällig ist, dass entlang der Linien verschiedene Abkürzungen verwendet werden. Andere Förster, andere Markierungen?


Lütjensee

Rätselhaft …


Lütjensee

Stapel und Stubben

Bäume fallen um oder werden gefällt. Das zeigen die nächsten Bilder.


Lütjensee, Hamfelde

Hamfelde, Siek, Langenlohe

Wald

Vom Bahndamm in Trittau über die Niederung in Richtung Hahnheide aufgenommen. Die Abendsonne vergoldet auch hier die Bäume.


Trittau

Manche Wälder sind am besten im Frühjahr aufzunehmen. Wegen des besseren Durchblicks, nicht wahr?


Trittau, Lütjensee

Dieser Graben ist auf alten Karten noch als Bach eingetragen. Seitdem ist viel Wasser durch die Entwässerungsleitungen gelaufen (im Hintergrund übrigens der Bahndamm).


Trittau

Dann haben wir hier die Anmutung eines Waldweges. Tja, sieht nur so aus. Unten rechts fließt der Trittauer Mühlenbach in seiner Niederung, links steht nur ein schmaler Baumstreifen. Aber die Schatten sehen doch ganz hübsch aus.


Trittau

Als Abschluss der Baummotive eine Kastanienreihe mit Vogelkästen in unterschiedlicher Perspektive.

Zunächst von hinten


Lütjensee

dann von vorn.


Lütjensee

Bauwerke

Die Vogelkästen leiten organisch zum nächsten Thema über, den Bauwerken.

Die Bauten in diesem Set wirken noch irgendwie naturnah: Schutzhüttenrohbauten, Vogelkästen für die schweren Bruten, ein Garten- und ein Baumhaus.


Trittau, Glinde, Dwerkaten

Während dies ein stattliches, solides Gebäude ist. Für einen aufstrebenden Ort genau richtig.


Glinde

Hier dagegen sieht man den Zahn der Zeit nagen - wenn auch diverse Plomben appliziert sind. Auf jeden Fall wirkt die Ausstattung uneinheitlich.

Der Gegensatz zum Bild darüber ist natürlich gesucht.


Dwerkaten

Dies mögen Lagerräume sein. Für den edlen Pferdesport im oberen, für den Garten im unteren Teil?


Trittau, Hamfelde

Ist dies der zum Lagerraum mit Ständern und so weiter (obiges Bild) gehörende Turnierplatz?


Trittau

Gebäude mit technischen Gerätschaften (man vergebe mir meine Unkenntnis) findet man ab und zu.


Lütjensee

Das geht natürlich auch bescheidener.


Langenlohe

Die Silos fand ich fotografisch beeindruckend, dazu gab’s ein sehr schönes Licht.


Möhnsen

Möhnsen

Das Wiegehäuschen noch einmal aus einer anderen Sicht.


Möhnsen

Und die Lagerhalle.


Möhnsen

Beim folgenden Bild habe ich überlegt, ob es drin bleibt. Einerseits hat es seinen grafischen Reiz durch die asymmetrische Bildaufteilung, die gebrochenen Farben und die Linienführung; andererseits ist da diese große, irgendwie leere Fläche und eine Null-Aussage. Hm ja, also es bleibt.


Möhnsen

Objekte

Kunst

Hier haben wir eine Plastik (also eigentlich eine Eisenskulptur) aus Glinde. Die Stößel im unteren Teil sollen womöglich die Kolben einer Dampflokomotive symbolisieren? Jedenfalls sehr nett und schnörkellos gemacht. Das festgeschweißte Kanteisen im oberen Bildteil ist vermutlich mit dem Fundament verbunden. So kann die Plastik auch nicht abhandenkommen - form follows function …


Glinde

Zwischen Sportplatz und Kindergarten - eine spielende, tanzende Kindergruppe.


Glinde

Und auf dem Gelände der Kita links daneben dieses Holzgesicht.


Glinde

Diese Gips-/Pappmache-Figur auf Drahtgeflecht hing in einem Baum in der Nähe des Ex-Bahndamms in Trittau - nebst einigen anderen. In gewisser Weise ansprechend, vergänglich und rätselhaft. Ein Werk einer Einzelperson oder einer Gruppe, vielleicht eines Werkkurses?


Trittau

Details

Folgend eine Collage verschiedener Objekte. Das verbindende Element sind runde Hohlformen: Leuchtturmmodelle (http://www.leuchtturmbau.de), Brunnenschacht und hohler Zaunpfahl.


Dwerkaten, Trittau

Die Feuerwehr Glinde taucht noch einmal mit ihren Attributen auf:


Glinde

Da wir bei der Farbe Rot sind: Diese beiden Fotos sind hier nur wegen des ähnlichen Rots der Motive enthalten :-)


Mollhagen, Lütjensee

Folgend einige Spielplätze entlang der Bahnlinien. Dazu kommen in diesem Fotoessay noch zwei weitere Bilder mit solchen Plätzen. Interessant, diese Häufung. Aber es sind wohl Objekte, die erst spät auf eine kommunale Agenda kamen (hat wohl auch mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun …) und erst realisiert werden konnten, als Platz und Förderung da waren.


Mollhagen, Glinde, Langenlohe, Glinde

Hier haben wir eine kleine Sammlung von Zäunen und Toren. Manche Leute wollen ihr Anwesen damit verschönern, manche haben mehr Sinn fürs Praktische.


Glinde, Mollhagen, Trittau, Gröhnwold

Es folgen einige Sets mit Schildern. Diese hier sind wegen des Gegensatzes klein und groß zusammengefügt.


Lütjensee, Glinde

Zwei Schilder ohne Inhalt,


Hamfelde, Glinde

und fünf mit Inhalt.


Hamfelde, Glinde, Trittau

Graffiti hatte ich ja schon erwähnt. Im Prinzip streiten sich bei dem Thema die Geister.

Einerseits geraten viele Werke in die Nähe des visuellen Mülls; dass sie oft nicht gegenständlich ausgeführt sind - geschenkt (jagut: PFREN! im nächsten Beispielbild ist doch gegenständlich).


Lütjensee

Andererseits sind sie häufig ganz konkret und professionell herausgearbeitet.


Dwerkaten, Hoisdorf, Brunsbek, Glinde

Auch die Adlerfreunde am Bahndamm haben ihre Tags beziehungsweise Symbole hinterlassen.


Langenlohe, Glinde

Landwirtschaftliche Objekte sind nun etwas ganz anderes. Dies hier ist einfach Vergnügen an Form und Farbe.


Hamfelde

Tierfriedhof

Der Tierfriedhof befindet sich in Trittau in einem alten Buchenwald - ein angemessener Platz. Man gelangt am besten über diesen Aufgang hinein.

Man beachte in diesem Bild die Meise auf der elften Stufe … wirklich!


Aufgang zur Stätte

Es ist nichts parzelliert und alles sehr naturnah gehalten. Aber man findet eine Reihe von kleinen Grabsteinen.


Mütze

Grabsteine1

Grabsteine2

Das Ganze mehr oder weniger aufwendig. Percy, der Grabstein und die weißen Steine für Percy mussten ja heraufgebracht werden.


Percy

Aber alles ist vergänglich.


Vergängliches1

Vergängliches2

Frischer Blumenschmuck ist vorhanden - es war Frühling.


Ein Blumenstrauss

Tja, schon anrührend, nöch?


Das letzte Spielzeug

Friedhofslampen

Für den letzten Dienst

Aber es wurden auch zwei Decken zurückgelassen …


Trittau

Und eine Jeans …


Trittau

Und damit schließe ich:


Ende

Anlage 1

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die (hm, sagen wir, zumindest indirekt) dazu beigetragen haben, dass dieser Essay halbwegs materialreich erscheint. Ich bin ja beileibe nicht der Erste, der zu dem Thema etwas veröffentlicht hat.

An erster Stelle ist der Kreis Stormarn http://www.kreis-stormarn.de/ zu nennen, der die Bahnlinien und die Fahrradwege gebaut hat und unterhält. Abgesehen von den Bau- und Planungseinheiten haben sich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit hervorgetan.

Ich habe vieles auf Wikipedia gefunden - aber man schaue sich zum Beispiel auch die Diskussionen zu den bahnstreckenbezogenen Artikeln an. Dort gibt es eine Menge Leute mit hoher Sachkenntnis (Ausspreche Respekt).

Es besteht ein aktiver Förderverein für die Kreisbahn “Förderverein Südstormarnsche Kreisbahn e.V.” http://www.suedstormarnsche-kreisbahn.de/, Ansprechpartner Heiko Meusch. Auf der Website sind viele Informationen, die detaillierte Geschichte der Kreisbahn, aber auch sehr viele Bilder über die Kreisbahn zu finden. Tröstlich war ebenfalls ein Hinweis über die Urheberschaft bei manchen im Internet flottierenden Fotos. >http://www.suedstormarnsche-kreisbahn.de/5.html

Ich verweise auf Dr. Achim Bartoscheks immens umfangreiche Website “Bahntrassenradeln” http://www.bahntrassenradeln.de/ zum Thema Bahntrassen-Radwege. Dort sind sehr gute Streckenbeschreibungen und Detaildaten zu finden. Vor allem basiert das Ganze auf persönlichem Erleben - die Strecken wurden selbst befahren. Die Linie Bad Oldesloe/Trittau findet man unter http://www.bahntrassenradeln.de/details/sh2_06.htm

Die Site von Karsten Leiding “Gleismann” http://www.gleismann.de/ habe ich eifrig studiert. Zunächst zum Thema: Die Bahnstrecke Bad Oldesloe/Schwarzenbek ist unter http://www.gleismann.de/13.stillgelegt/13-p-text.html beschrieben. Aber ich habe auch “Gleis 13h und i” mit Interesse gelesen. Diese (inzwischen ebenfalls stillgelegte) Linie habe ich vormals als Fahrschüler benutzt …

Einige Infos und Bilder sind auf der Seite “geschichtsspuren.de” https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=12709 zu finden. Zwar von 2009-2014, aber die Linien sind ja stillgelegt …

Anlage 2

Einige Fragen und Antworten zu den Grundlagen:

F: Womit knipsen Se denn?
A: In diesem Fall mit Nikon- und Olympuskameras. Ich nehme grundsätzlich im Rohformat auf, also dem, was der Sensor direkt abliefert.

Die Bildqualität wird besser und der Spielraum bei der Bearbeitung ist grösser

Alles schön und gut, aber man muss auch die passenden Objektive dabei haben. Hier war das Superweitwinkel nicht ganz angemessen.


Ein Pferd

F: Und dann?
A: Das Umwandeln der raw-Dateien in tif-Files passiert im Konverter der Fa. DxO, die Weiterverarbeitung “nach Geschmack” mit ACDSee + ein paar Photoshop-Filtern. Dann erfolgt die Umsetzung in jpg-Files gewünschter Größe und Qualität.

F: Aha, das sind dann die gezeigten Bilder?
A: Ja, diese Files werden als Sets gruppiert oder einzeln verwendet.

F: Und wie kommen die Texte zu den Bildern?
A: Nun, man nimmt ein geeignetes Programm und schreibt :-) . Hier ist das Typora; ein auf die Markdown-Syntax

Markdown wurde von Daring Fireball entwickelt, die Originalrichtlinien sind hier zu finden.

spezialisierter Editor. Der große Vorteil ist, dass dadrin die Bilder (die nur als Verweise vorhanden sind), html-Einschübe und eben die Markdown-Elemente neben dem bzw. im Text sichtbar sind.

F: Wie kommt das Ganze dann in den Browser?
A: Aus Typora heraus kann das endgültige html-File (hier index.html) erzeugt werden, das ein Browser dann als Fließtext mit Bildern und Überschriften und so weiter interpretiert.

F: Aha, und diese ganzen Anmerkungen und die Bildumrandungen und die unauffälligen Unterstreichungen für Verweise und die Typografie …?
A: Das sind zum Teil Stilelemente, die von dem schon genannten Edward Tufte in seinen Büchern und Texten verwendet werden. Dieser Stil ist “bekannt für die extensive Verwendung von Randnotizen, die enge Verknüpfung von Grafik/Bildern mit Text und eine gut aussehende Typografie”.

Solch ein Stil wird heutzutage mit einem css-File realisiert, in dem die Regeln für das Aussehen des Textes festgehalten werden. Der Browser liest das css-File automatisch mit ein.

So etwas findet man als Open-Source in den Github-Repositorien: zum Beispiel tufte- css. Das css-File wurde dann noch ein ganz klein wenig an den eigenen Geschmack angepasst …

F: Und wo findet man das ganze Werk?
A: Auf meiner Website muella7. Normalerweise zeige ich dort Bilder; aber für “Am Bahndamm” habe ich ein neues Verzeichnis mit dem html-Text, den Bildern, dem css und den Schriften eingerichtet.

F: Ist das nicht alles furchtbar kompliziert?
A: Ja :-) Aber ich habe diese Herstellungsweise erst lernen müssen. Bilder und Texte fabriziere ich schon immer, aber eine größere Menge Bilder sinnhaft mit strukturiertem Text zusammenzubringen, war neu (und lehrreich) für mich.

F: Wie lange hat es gedauert?
A: Brutto ungefähr anderthalb Jahre, netto anderthalb Monate. Das Fotografieren hat sich halt über längere Zeit erstreckt - immer mal wieder und ohne Druck. Dann habe ich verschiedene Programme ausprobiert, die im Endergebnis ein vorzeigbares html-Bilderbuchformat “ausspucken” sollten. Die gängigen Textverarbeitungsprogramme oder E-Book-Editoren sind da gar nicht geeignet oder geben etwas Suboptimales aus. Ich habe auch sehr viel manuell erledigt - das kostet Zeit. Ich denke, beim nächsten Wurf würde ich viel stärker vorausplanen und mehr durch Scripte automatisieren.


Ich hoffe, dass Sie Spaß an dem Bilderbuch hatten - über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

muella7